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10. Januar 2017 Aquarium Wasserwerte messen

Die WasserqualitÀt im Aquarium

Aquarium Wasserwerte messen
Aquarium Wasserwerte messen

Nachdem nun die ersten Pflanzen im Aquarium eingesetzt worden sind stellt sich nun die Frage betreffend WasserqualitĂ€t. FĂŒr die Aquarienbewohnern ist es sehr wichtig, dass das Wasser im Aquarium immer ausgeglichen und sauber ist.

DarĂŒber hinaus benötigt man ein geeignetes Filtersystem und das Wasser sollte in entsprechenden AbstĂ€nden gewechselt werden. Es gibt einige SĂŒĂŸwasserfische die man in Leitungswasser halten kann, aber man sollte wissen, wie man dieses Wasser auf QualitĂ€t hin ĂŒberprĂŒft bzw. die Wasserwerte verĂ€ndert.

Des Weiteren kann das Wasser aus der Leitung fĂŒr manche Fische giftig sein, da das Wasser fĂŒr den Menschen aufbereitet worden ist. Das Leitungswasser enthĂ€lt bestimmte Chemikalien wie z.B. Zink oder Kupfer.

Um diese Schwermetalle zu entfernen bedarf es Wasseraufbereiter die man in Zoohandel erwerben kann.

Leitungswasser

Leitungswasser fĂŒr das AquariumDas Leitungswasser ist mit Chlor im Wasser angereichert. Das Chlor dient zur Beseitigung etwaiger Bakterien, aber fĂŒr die Fische kann das Chlor in einem nicht aufbereiteten Aquariumwasser ein Problem werden.

Die Kiemen und die Haut bilden eine natĂŒrliche Schutzschicht welche vom Chlor stark beschĂ€digt werden kann. Damit das biologische Gleichgewicht gewĂ€hrleistet ist, sollte man das Aquariumwasser aufbereiten.

Durch die Lösung von SĂ€uren oder Basen werden Wasserstoffione abgegeben welche den pH-Wert verĂ€ndern. Die Wasserstoffionen sind entscheidend dafĂŒr, ob das Wasser nun basisch oder sauer ist.

Im Allgemeinen bewegen sich die pH-Werte zwischen 0 = stark sauer und 14 = stark alkalisch. Der pH-Wert 7 bedeutet einen im chemischen Sinn eher neutralen Wert. Da die pH-Skala logarithmisch ist entspricht dem Sprung von einer pH-Einheit zur nÀchsten eine Verzehnfachung der Basen- bzw. SÀurekonzentration.

PH-werte zwischen 6,5 und 8,5 sind fĂŒr fast alle Bewohner eines SĂŒĂŸwasseraquariums geeignet. Wogegen die Fische aus den SchwarzwasserflĂŒssen eher weicheres Wasser mit pH-Werten zwischen 6,0 und 7,5 bevorzugen. Hartes Wasser mit Werten zwischen 7,5 und 8,5 sind fĂŒr die Ostafrikanischen Buntbarsche geeignet.

Werden die Fische einer unerwarteten Änderung des pH-Wertes z.B. durch Umsetzen, ausgesetzt, so können sie unter Stress geraten. Es wird nicht genĂŒgend Sauerstoff aufgenommen, die Farben verblasen und es könnte sich eventuell ein dicker Schleim auf der Haut bilden.

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Wasserwerte regelmĂ€ĂŸig kontrollieren

WasserhĂ€rte – zu hart oder zu weich

Unter WasserhĂ€rte versteht man die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle wie z.B. Calcium oder Magnesium. Das SĂŒĂŸwasser, welches an einer natĂŒrlichen Quelle abgezapft wird, wird eher weicher sein als im allgemeinen. Wenn es weiter fließt werden unterschiedliche Mengen von Mineralstoffen aufgenommen und es wird dadurch zunehmend hĂ€rter.

Die HĂ€rte des Wassers kann man, wie den pH-Wert, mit verschiedenen Testsets bestimmen. Das Wasser mit einer GesamthĂ€rte von 10 °dGH wird als weich bezeichnet, Werte zwischen 10 und 20 °dGH bedeuten mittelhart und alles ĂŒber 20 °dGH wird als hart bezeichnet.

Gerade in der sogenannten Einlaufphase sind Wasserwerte wichtig. Daher sollte man ein großes Augenmerk auf die Konzentration von Nitrit halten, da ein hoher Nitritwert eher ungĂŒnstig fĂŒr die Fische ist.

Im Aquarium befindet sich ein kĂŒnstlich erzeugtes biologisches Gleichgewicht welches nicht selten Schwankungen unterliegt. Empfehlenswert ist daher, mittels Test, das Wasser immer zu ĂŒberprĂŒfen. Außerdem gibt es neben den nicht sichtbaren Wasserwerten auch noch deutlichere Signale so in etwa die TrĂŒbung des Wassers oder ĂŒbermĂ€ĂŸigen Algenwuchs, welcher anzeigt, dass die Wasserwerte nicht in Ordnung sind.

Man unterscheidet im Aquarium folgende WasserhÀrte:

  • KarbonhĂ€rte
  • GesamthĂ€rte

Gemessen werden die Karbon- und die GesamthĂ€rte in Grad – KarbonhĂ€rte (°dKH) und Grad deutscher HĂ€rte (°dgH). Die NichtkarbonhĂ€rte ergibt sich aus der Differenz der beiden HĂ€rten.

Nitritgehalt vs Nitratgehalt

Der Nitratwert sollte einmal in der Woche gemessen werden. Die TeststĂ€bchen sind in jedem Zoofachhandel erhĂ€ltlich. Ist der Nitratwert hoch, bedeutet dies, dass das Wasser mit organischen Substanzen belastet ist. Wird der Nitratwert (NO3) im Aquarium 50 Milligramm/lt ĂŒberschritten, so sollte man sofort reagieren.

Wirklich schĂ€dlich und gefĂ€hrlich fĂŒr die Fische wird es ab einem Wert von 150 mg Nitrat pro Liter. Wird das Aquarium ungenĂŒgend gereinigt, so können die Fische an Vergiftung durch Stickstoffverbindungen leiden.

Dies gelangt in etwa durch die Ausscheidungen der Fische in das Wasser. Zwar entfernen die Filter TrĂŒbungen und können bestimmte gelöste Stoffe absorbieren, aber nichtsdestotrotz werden sie mit all den organischen AbfĂ€llen nicht fertig.

Das zunĂ€chst entstehende giftige Ammoniak können empfindliche Fische mit einem Gehalt von 0,1 mg/l schĂ€digen. Das Nitrit, welches durch den Abbau von Ammoniak durch Nitrosomonas-Bakterien entsteht, ist fĂŒr die Fische sehr kritisch.

Funktionierende Filtersysteme erreichen Nitritkonzentrationen < 0,3 mg/l aber die Werte sollten nicht >als 0,8 mg/l sein.

Die Nitrobakterien bauen in der letzten Abbaustufe Nitrit zum relativ ungefÀhrlichen Nitrat ab. Des Weiteren können die Pflanzen das Nitrat als NÀhrstoff aufnehmen. Ist aber die Konzentration von Nitrat > als 25 mg/l so wird der Algenwuchs gefördert und es empfiehlt sich ein sofortiger Teilwasserwechsel.

Wie schon öfters erwĂ€hnt, sollten regelmĂ€ĂŸige Wasserkontrollen zur Vorbeugung oder Behebung durchgefĂŒhrt um den Nitrat- bzw. Nitritwert im Aquarium zu senken. Tote Fische oder abgestorbene Pflanzenteile sollten unbedingt sofort entfernt werden.

Ist das Aquariumwasser milchig weiß, so könnten BakterienblĂŒten die Ursache sein. Diese BakterienblĂŒten treten bei neu eingefahrenen Becken aber auch nach dem Reinigen des Aquariumfilters auf. Ferner könnten auch grĂ¶ĂŸere Futterreste, im Zusammenhang mit höheren Wassertemperaturen, schnell zu einer BakterienblĂŒte fĂŒhren und das Wasser trĂŒben.

Aber keine Angst, den BakterienblĂŒten sind erstmals fĂŒr die Fische ungefĂ€hrlich. Aber wenn diese Bakterien zu viel Sauerstoff verbrauchen, können diese im schlimmsten Fall den Fischen fehlen.
Um dies zu vermeiden, sollte man bei jeder Wasserzugabe oder bei jedem Wasserwechsel immer Wasseraufbereitungsmittel dazugeben.

Generelle Richtwerte fĂŒr das Aquariumwasser:

  • No3 mg/l 0 – 20
  • NO2 mg/l 0 – 0,5
  • GH 4 – 14
  • KH 6 – 10
  • pH 5,8 – 7,8
  • Cl 2 mg/l 0 – 0,5

Maßnahmen zur Verbesserung der WasserqualitĂ€t im Aquarium

  • Filterung durch Torf
  • Einbringung von Kohlenstoffdioxid ins Aquarium
  • Verwenden von Wasseraufbereitungsmitteln
  • Natriumkarbonat zufĂŒgen
  • Das Wasser mit Luftpumpe und Ausströmerstein belĂŒften
  • Kalzium oder Magnesiumsulfat langsam ins Wasser beigeben
  • Kalkhaltiges Filtermaterial verwenden

Praktische Tipps fĂŒr die Verbesserung der WasserqualitĂ€t im Aquarium

  • Der Fischbesatz im Aquarium sollte nicht zu hoch sein
  • ÜbermĂ€ĂŸige ÜberfĂŒtterung vermeiden
  • Entfernung der organischen AbfĂ€lle in geringen ZeitabstĂ€nden
  • Filtersysteme sollten funktionieren

Wasserwechsel leicht gemacht

Wasserwechsel im Aquarium

Das Wasser wird nĂ€mlich durch die laufende Ausscheidung von Schmutzpartikeln und Kot der Aquariumfische und -pflanzen stĂ€ndig verunreinigt und trĂŒb. RegelmĂ€ĂŸiges Wechseln von 20 bis 30 % des Wassers sorgt fĂŒr eine bessere WasserqualitĂ€t.

Damit das Wasser wechseln erfolgreich ist, benötigt man folgende Utensilien:

  • Mehrere große Eimer – je nach AquariumgrĂ¶ĂŸe
  • Einen ca. 2 m langen Aquarienschlauch
  • Teststreifen besser einen Testkoffer mit Tröpfchentests fĂŒr den pH-Wert und ein paar Aufbereitungsmittel

RegelmĂ€ĂŸiges Wasser wechseln im Aquarium:

Die Grundregel besagt, dass man mindestens einmal pro Woche einen Wasserwechsel durchfĂŒhren sollte um die Gesundheit der Fische zu gewĂ€hrleisten. Der Wasserwechsel dauert durchschnittlich, je nach GrĂ¶ĂŸe des Aquariums, zwischen 10 und 20 Minuten.

Reagenzien bzw. Testsets

Wenn ein Wassertest im Aquarium durchgefĂŒhrt werden sollte, sollte man folgende Dinge beachten. Bei den Messreagenzien, welche man in jedem ZoofachgeschĂ€ft erwerben kann, handelt es sich um Chemikalien, die je nach Substanz auch Gefahren verstecken und sind deshalb mit Vorsicht zu verwenden.

Zahlreiche Reagenzien, die man fĂŒr so einen Test benötigt, sind teilweise sogar Ă€tzend und oft auch hautreizend. Daher ist es empfehlenswert, dass diese Chemikalien nicht auf die Haut oder auf die Kleidung kommen und man sollte sie mit Bedacht einsetzen.

Aus diesem Grunde werden die Reagenzien und die Testsets fĂŒr den Wassertest an dunkel, kĂŒhlen und trockenen Orten gelagert werden. So werden die Reagenzien nicht zu schnell alt und bleiben lĂ€nger funktionstĂŒchtig. Der KĂŒhlschrank wĂ€re ein idealer Ort fĂŒr die Aufbewahrung der Reagenzien und der Teststets.