Seemandelbaumblätter im Aquarium

DSC_0876-300x200 Seemandelbaumblätter im AquariumWer in die deutschen Wälder zieht, der wird vergeblich nach den Seemandelbaumblättern suchen. Denn die Blätter des gleichnamigen Baums, der zur Art der Combreaceae gezählt wird, wachsen vornehmlich in der Tropen und Subtropen Asiens. Die Blüten des Baumes sind sehr unauffällig, die Früchte hingegen können sogar vereinzelnd gegessen werden. Auch das Holz kann zu Bauzwecken verwendet werden, während die Rinde zu Heilzwecken eingesetzt wird. Ein rund um nützliches Pflänzchen. Die Blätter hingegen spielen im Aquarium besonders in Garnelenaquarien eine besondere Rolle und Funktion. Denn ebenso wie die Rinde enthalten auch die einzelnen Blätter zahlreiche wichtige Biosubstanzen, die sich auf die Wasser- und Lebensqualität im Aquarium positiv auswirken. Besonders in getrockneter Form wird das Ball des Seemandelbaumes in der Aquaristik eingesetzt. Neben dem Aquarium wird der Baum vor allem in Strandnähe kultiviert und als Schattenspender genutzt. Er ist besonders aufgrund seiner Salztoleranz dafür geeignet. Von Madagaskar bis hin zu den Bonin- und Fidji-Inseln findet der Baum seine Verbreitung. Doch was machen die getrockneten Blätter im Aquarium?

Die Seemandelbaumblätter im Aquarium

Der Aquarist könnte auch einheimisches Laub verwendet, wenn da nicht die zahlreichen Wunderwirkungen sind, die den Seemandelbaumblätter für die Wasserqualität nachgesagt werden. Sie gelten als wahre Wunderheiler mit besonders positiven Effekt auf die jeweilige Wasserqualität. Auch schlägt sich die Wirkung auf die Fische, Meerestiere und Pflanzen im Aquarium selbst nieder. So wirkt das Seemandelbaumblatt zum einen antibakteriell und zum anderen pilzhemmend. Gleichzeitig wirkt es sich auf den ph-Wert des Wassers aus und lässt diesen leicht sinken, während es sich steigend auf den Salzgehalt niederschlägt.

Außerdem sehen Garnelen das Blatt des Seemandelbaumes als feine Delikatesse. Sie knabbern und nagen gerne an dem getrockneten Blattresten.

Die Dosis macht es … oder auch nicht

Wenn es um die richtige Dosierung bei der Nutzung der Seemandelbaumblätter geht, dann gehen die Meinungen auseinander. Oft wird ein mittelgroßes Blatt auf 100 Liter empfohlen. In einigen Fällen spricht man jedoch auch von 2 bis 3 Blättern auf 100 Liter. Hier spielen Größe und besonders auch die Qualität der Blätter eine Rolle – was die optimale Dosierung auch schwierig macht. Eine Faustregel der Aquarianer sagt jedoch: Weniger ist manchmal mehr.

Man hat vorsichtig zu sein, möchte man die Wasserqualität mittels Seemandelbaumblätter verbessern. Auch hilft ein genaues Beobachten und ggf. ein Wassertest, wie sich das Blatt auf Salzgehalt und ph-Wert des Aquariumswasser auswirken. Werden die Blätter als Nahrungsquelle und Wasseraufbereiter eingesetzt so verbleiben sie bis zur vollständigen Zersetzung im Aquarium. Die Inhaltsstoffe aus den Seemandelbaumblättern werden jedoch bereits nach bis zu drei Wochen aufgebraucht. Dann dient das Blatt ausschließlich als Futter- und Nahrungsquelle für Garnelen. Andere Fische vergreifen sich weniger an den knusprigen Strängen des großen Tropenblattes. Werden die Überreste als störend empfunden, können sie auch jeder Zeit aus dem Aquarium gefischt werden und durch neue Blätter ersetzt werden.

Doch nicht nur die Dosierung macht es. Es kommt bereits im Vorfeld auf eine optimale Lagerung der Blätter an, damit diese nicht an ihrer Wirkung einbüßen. So gilt es die Seemandelbaumblätter an einem möglichst trockenen und auch dunklen Ort zu lagern. Doch damit nicht genug. Der Lagerungsort muss ebenfalls über eine gute Luftzirkulation verfügen, wenn sonst fangen die Blätter an zu schwitzen, verlieren ihre Nähr- und Wirkstoffe und können im schlimmsten Fall Sputen von Schimmel und Pilzen ansetzen. Kranke und befallene Blätter würden sich dann auch verheerend auf die Wasserqualität und das Wohlbefinden der Aquariumsbewohner auswirken.

Alternativen zum Seemandelbaumblatt

DSC_0874-300x164 Seemandelbaumblätter im AquariumDas Seemandelbaumblatt wird vornehmlich in der Salzwasseraquaristik und bei Besatz mit Garnelen eingesetzt, doch es gibt auch Alternativen. Oft wird vor dem Einsatz des Blattes zurück geschreckt, weil es die sonst harmonische Optik des Aquariums stören würden. Hier kann alternativ auch zu einem flüssigen Extrakt aus Seemandelbaumblätter gegriffen werden. Augen auf aber bei Verwendung und Dosierung, denn mit dem Extrakt kann ein Tropfen zu viel bereits das Gleichgewicht im Wasser irritieren. Wer in einem Süßwasseraquarium auf die heilende Wirkung von Blättern setzen möchte, dem wird zur Verwendung von Wallnussbaumblättern geraten. Diesen werden auch zahlreiche positive Eigenschaften nachgesagt, die sich auf die Wasserqualität und die Gesundheit der Aquariumsbewohner auswirkt. Außerdem sind sie, als regionaler Baum, auch etwas günstiger zu erhalten, als die teuren Tropenblätter aus den Tropen und Subtropen des fernen Asiens.

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