fbpx
16. September 2016

Wie werden Planarien wirkungsvoll bekÀmpft?

Es gibt rund 200 verschiedene Arten an Planarien, darunter ScheibenwĂŒrmer, PlattwĂŒrmer und auch StrudelwĂŒrmer. Ihr Lebensraum ist das SĂŒĂŸwasser. Die in einem Aquarium hĂ€ufig vorkommende Art ist zumeist weiß gefĂ€rbt, besitzt eine leicht dreieckige Kopfform und ist ca. 15 mm groß. Sie gelangen in das Aquarium durch Pflanzen, Tiere oder auch Wasser aus einem anderen Aquarium, ebenso wie durch Frostfutter, in welchem sich Eier der Planarien befinden können.

Zu einer besonders starken Vermehrung kommt es, wenn reichlich Nahrung fĂŒr diese Tiere zu finden ist, beispielsweise durch verstorbene Tiere, die nicht entfernt werden. Allerdings sind sie auch in der Lage, ĂŒber einen sehr langen Zeitraum keine Nahrung zu sich zu nehmen, was auch der Grund ist, warum sie sich auf einmal, ohne, dass man sie zuvor bemerkt hat, explosionsartig vermehren können.

NatĂŒrlich kann man sie zerschneiden, wenn man das unbedingt möchte, dabei spielt es jedoch keine Rolle, wie oder wo man das tut, denn aus jedem noch so kleinen Restchen wird ein neuer Wurm entstehen. Daher sollten diese Tiere auf andere Art und Weise bekĂ€mpft werden, hier ein paar Tipps:

Das Absammeln

Beim Absammeln handelt es sich um eine sehr einfache Methode, die Tiere zu entfernen, die an der Scheibe entlangkriechen.

Allerdings ist diese Methode nicht besonders wirkungsvoll, da davon auszugehen das nicht alle erwischt werden!

Feindfische

Aufgrund des Schleims, den die Tiere absondern, werden sie von vielen Fischen gemieden. Sie sind einfach ungenießbar. Allerdings fressen Makropoden und Zwergfadenfische die Tierchen, allerdings Ă€ußerst ungern. Aus diesem Grund darf man diese Fische, wenn sie als Feindfische eingesetzt werden, nicht anderweitig fĂŒttern.

Hitze

Die Tierchen vertragen kein kochendes Wasser, so dass es sich auch hier um eine effektive BekĂ€mpfungsmethode handelt. HierfĂŒr mĂŒssen der Kies, der Filter und sĂ€mtliche EinrichtungsgegenstĂ€nde abgekocht oder gar komplett ausgetauscht werden. Um das Aquarium selbst ebenfalls entsprechend zu reinigen, dass kochende Wasser langsam und vorsichtig einfĂŒllen, um einen Sprung im Glas zu vermeiden. Im Übrigen kann diese Methode nicht bei den Pflanzen angewendet werden!

Wichtig:

Es sollte niemals kochendes oder heißes Wasser in das Aquarium gegossen werden solange sich dort noch Fische oder andere Bewohner des Beckens aufhalten!

Mineralwasser

Die Tierchen sind nicht in der Lage, in einem sauren Milieu zu ĂŒberleben, also bei einem pH-Wert unter 4, mit der Folge, dass sie auch entfernt werden können, indem man die Pflanzen mit ihrer Wurzel fĂŒr 30 bis 45 Minuten in kohlensĂ€urehaltigem Mineralwasser badet. FĂŒr einen derart kurzen Zeitraum macht den Pflanzen das nichts aus, aber den die Tierchen lösen sich in dem Wasser auf. Allerdings sollte man beachten, dass die Eier der Tierchen resistent gegen kohlensĂ€urehaltiges Wasser sind, sie werden das Bad also ĂŒberleben.

Bleibt noch Chemie

Die Chemiekeule sollte der letzte Ausweg bei der BekĂ€mpfung sein. Als hauptsĂ€chlichen Wirkstoff enthalten diese Mittel Kupfer, dieses wiederum schĂ€digt nicht nur – wie gewollt – die kleinen Tierchen, sondern auch im Aquarium lebende Bakterien, Welse und wirbellose Tiere. Bei Flubenol handelt es sich hingegen um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Dies erhĂ€lt man beim Tierarzt. In der richtigen Dosis verwendet ist es ungefĂ€hrlich fĂŒr die Fische und Garnelen im eigenen Aquarium. Allerdings wirkt es nicht bei den Eiern, so dass die Behandlung nach 2 bis 3 Wochen wiederholt werden sollte.