In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 2 – Aquarium Technik, Bodengrund & Dekoration

Da einige Fische sehr gerne springen sollte das Aquarium eine Abdeckung vorweisen. Zur technischen Ausrüstung eines Aquariums gehören z.B. eine dazu passende Aquarienbeleuchtung, eine Heizung, Filtertechnik und einige Reinigungsutensilien. Des Weiteren Bodengrund, etwas Dekoration und natürlich Wasserpflanzen.
Die im Handel als Komplettsets angepriesenen Aquarien verfügen bereits über die oben genannte Technik.

Filterung

Der Filter dient einerseits nicht nur zur mechanischen Reinigung, sondern andererseits ermöglicht er anhand eines Filtersubstrat die Ansiedelung von diversen Filterbakterien, die sehr wichtig sind. Egal ob man sich für einen Innen- oder für einen Außenfilter entscheidet, wichtig ist nur, dass er mindestens einmal pro Stunde das gesamte Wasservolumen durchwälzen soll. Empfehlenswert wäre ein Filter, bei welchem man die Strömungsintensität variabel einstellen kann. Es gibt nämlich Fischarten, die gerne eine stärkere Strömung bevorzugen und wiederum andere nicht.

Heizung

die-richtige-temperatur-im-aquarium-130x300 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 2 - Aquarium Technik, Bodengrund & DekorationDie im Handel angebotenen Aquarienheizungen verfügen teilweise schon über Temperaturregler. Die meisten verwenden entweder ein Heizkabel oder eine Stabheizung als Bodenheizung. Das sogenannte Heizkabel hat den Vorteil, dass auch der Grund des Bodens erwärmt wird und das kommt dem Pflanzenwachstum zugute.

Anfänger sollte zuerst den gebräuchlichen Stabheizer verwenden. Des Weiteren gehört ein Thermometer in jedes Aquarium welches man an der Innenscheibe anbringt.

Beleuchtung

Eine korrekte Beleuchtung fördert nicht nur das Wachstum der Wasserpflanzen, sondern verhindert auch die Ansiedlung von lästigen Algen. Auch hier gibt es unterschiedliche Beleuchtungsmethoden, angefangen bei den gebräuchlichen Neonröhren bis hin zu stromsparende LED-Beleuchtung welche in der Meereswasseraquaristik eher zum Einsatz kommen. Beim Süßwasseraquarium sollte noch zwischen den T5 und den T8 Röhren unterschieden werden. Die T5-Röhren sind dünner und weisen eine bessere Wattzahl sowie eine höhere Lumenleistung auf. Empfehlenswert wäre dazu eine Zeitschaltuhr. Sie ermöglicht nicht nur die Beleuchtungszeit unterschiedlich zu steuern, sondern man kann auch eine Beleuchtungspause einlegen. Die empfohlen Beleuchtungszeit sollte zwischen 8 und 11 Stunden liegen.

Bodengrund

Der Bodengrund eines Aquariums dient nicht nur der Optik allein, sondern er dient auch damit die Wurzeln der einzelnen Wasserpflanzen dort Halt finden können. Des Weiteren beeinflusst er auch die Qualität des Wassers durch die dort im Boden lebenden Bakterien. Es gibt zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, wie ein Bodengrund beschaffen bzw. angelegt werden kann.

Ist der Bodengrund zu grobkörnig, so können Futterreste oder andere organische Bestandteile dazwischen fallen und dies führt dann zu einer Schlammbildung.
Eine Schlammbildung verhindert den Wasseraustausch und so kann es zu einer Fäulnisbildung kommen.

Aber wenn der Bodengrund zu feinkörnig ist kann in den Boden kein Wasser eindringen. Dies verhindert, dass die darin lebenden Bakterien nicht mit den nötigen Stoffen versorgt werden können. Des Weiteren kann auch dies Fäulnisgase führen. Die Wurzeln der Pflanzen werden es schwer haben Fuß zu fassen da der Boden verdichtet ist.

Idealerweise sollte sich der Bodengrund zwischen nicht zu fein und auch nicht zu grob befinden.

Wichtig ist, dass die Körnung nicht mit kleineren und größerem Kies gemischt wird. Sollte dies der Fall sein, so kann es zu einer Verdichtung des Bodens führen. Die kleineren Partikel können die Lücken zwischen den Größeren blockieren. Mit einem Wort, die Körnung sollte einheitlich sein.

Der Sand bzw. der Kies sollte keine Stoffe freigeben, bzw. er sollte weder ummantelt noch zu kalkhaltig sein.
Viele Liebhaber von Aquarien verwenden eine Körnung von 2 bis 4 mm. Bei Bewohnern welche sich gerne durch den Boden wühlen, wie zum Beispiel bei Panzerwelse, kann man feineren Sand einsetzen.
Leider sehen viele den Bodengrund oft nur als ein optisches Muss an. Aber man sollte sich stets vor Augen halten, dass ein gepflegter Bodengrund wichtige Leistungen für die Tiere, Pflanzen und für die Wasserqualität leisten kann.

Zuerst zu den Aquarienbewohnern

Der Bodengrund leistet einen wichtigen Beitrag damit das künstliche Aquarium Ähnlichkeit zu den natürlichen Lebensräumen die Aquarienbewohner aufweist.
Manche Bewohner durchwühlen den Bodengrund auf der Suche nach Fressbarem.
Aber er dient auch den Tieren als Orientierung und Schutz und dies führt zu einer Ausgeglichenheit und Harmonie bei den Tieren.

Aquarienpflanzen

Aber nicht nur die Fische sind auf den Bodengrund angewiesen, sondern auch die Aquarienpflanzen. Die Wurzeln können sich durch die Sandkörner oder Kiesel graben und sich dort verankern damit die Pflanzen Halt finden.

Wasserqualität

Der Bodengrund sollte nicht zu dicht und auch nicht zu kompakt sein, sondern er soll vom Wasser durchflossen werden. Somit können sich wichtige Bakterien die für das biologische Gleichgewicht im Aquarium wichtig sind, bilden.

Klassische Bodengrundarten

Am Häufigsten werden Aquarienkies und -sand verwendet welche bereits in diversen natürlichen und künstlichen Farben angeboten werden.
Auf alle Fälle sollte man bei den Arten darauf achten, dass keine schädlichen Stoffe darin vorkommen, die dann an das Wasser abgegeben werden. Dies kann zu einer Schädigung bei den Tieren und auch bei den Pflanzen führen. Des Weiteren können aber auch natürliche Stoffe wie etwa Kalk problematisch sein.
Wählt man künstliche Varianten so stellt man sich unwillkürlich die Frage ob diese auch wirklich unbedenklich sind.

Der Bodengrund aus Kies oder Sand wird normalerweise so angelegt, dass dieser nach hinten ansteigt. Dies führt einerseits zu einer Tiefenwirkung und ist andererseits einfach und nützlich.

Eine dickere Bodengrundschicht, im Hintergrund, kann den größeren Grundpflanzen mehr Platz für ihre Wurzelentwicklung bieten. Eine dünnere Schicht im Vordergrund sorgt dafür, dass die Vordergrundpflanzen nicht zu stark wachsen.
Somit kann der Schmutz in den Vordergrund rutschen und man bemerkt ihn schneller und ist auch leichter zu entfernen.
Wer mehr als nur die simple Variante eines nah hinten ansteigenden Bodengrundes haben möchte, der kann z.B. Terrassen im Aquarium anlegen. Allerdings benötigt man hierfür größere Steine.

Bodengrund richtig in das Aquarium einbringen

Der erste Bestandteil eines Aquariums ist der Bodengrund.
Nach Durchsicht bzw. Kontrolle des Aquariums auf Sprünge, Brüche und dergleichen, muss der Aquarienkies bzw. den Aquariensand gründlich gewaschen werden um den Staub und andere Schwebeteileichen zu entfernen. Falls man auf Pflanzensubstrat verzichtet, so wird der Aquarienkies direkt in das Becken gegeben. Dabei sollte man ein schwungvolles Schütten vermeiden um das Aquarium nicht zu beschädigen. Die Bodengrundhöhe sollte zumindest ca. 5 Zentimeter aufweisen. Hat man die Absicht im Hintergrundbereich größere Pflanzen anzusetzen, so sollte der Hintergrund ein wenig höher sein.

Wurzeln und Steine

aquarium-wurzel-im-sand-bepflanzt-300x200 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 2 - Aquarium Technik, Bodengrund & DekorationSteine und Wurzeln dienen dafür um dem Aquarium ein dekoratives Gesamtbild zu geben. Auf jeden Fall sollte man auch hier die Materialen aus einem Zoohandeln kaufen, denn nicht jedes Holz und auch nicht jeder Stein eignet sich für ein Aquarium.

Es gibt einen einfachen Test um herauszufinden ob diverse Steine zu viel Kalk enthalten. Zu viel Kalk kann das Aquariumwasser aufhärten.

 

Man muss einfach nur etwas unverdünnten Essig auf einen Stein geben. Fängt es zu schäumen an, so enthält der Stein zu viel Kalk und ist somit ungeeignet. Des Weiteren sollte man Steine vorher wässern. Somit kann man feststellen, ob sie Stoffe in das Wasser abgeben. Wenn sich eine ölige Schicht auf der Wasseroberfläche bildet, so sollte man auch diese Steine nicht in ein Aquarium tun.

Aber nicht nur Steine sollten gewässert werden, sondern auch Wurzeln bedürfen einer solchen Behandlung. Hierbei sollte man sie für ein paar Tage untergetaucht in einem Eimer stehen lassen. Um ein ständiges Aufschwimmen zu vermeiden, sollten sie mit Steinen beschwert werden. Bemerkt man nach dem Einsetzen der Wurzeln, das sich das Wasser etwa dunkel verfärbt, so ist dies kein Grund für Panik. Die darin abgegebenen Huminstoffe sind für eine solche Färbung verantwortlich.

Die Wurzeln und die Steine kann man entweder mit Moos, Javafarn oder Anubias bepflanzen. Hierbei werden die Pflanzen mit etwas Angelschnur an das dafür vorgesehene Objekt festgebunden. Wichtig ist, dass man darauf achtet, dass die Tiere sich daran nicht verletzen. Die Angelschnur kann entfernt werden, wenn die Pflanzen sich mit ihren Wurzeln am Stein oder am Holz festgewachsen haben.

Damit sich auch Welse oder Bundbarsche im Aquarium wohl fühlen, sollte man Höhlen auf dem Bodengrund platzieren. Dazu kann man entweder halbe Blumentöpfe aus Ton, Kokosnussschalen oder Steinhöhlen verwenden.

 

Hier geht es zu den anderen Artikeln:

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 1 – Was brauche ich?

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 2 – Aquarium Technik, Bodengrund & Dekoration

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 3 – Die Aquarien Pflanzen ziehen ein

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 4 – Die Wasserqualität

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