In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 1 – Was brauche ich?

was-brauche-ich-fuer-mein-erstes-aquarium-300x227 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 1 - Was brauche ich?Bevor man in die nächste Zoohandlung losmarschiert und sich ein Aquarium aussucht, muss man vor dem Kauf noch grundlegendes bedenken. Wie viele Tiere will ich in meinem Aquarium haben? Werden sich die gewünschten Fischarten untereinander vertragen? Die Anzahl und die Bewohner entscheiden über die vernünftige Größe des Aquariums.

Es ist darauf zu achten, dass die gewünschten Fische nicht nur mit der Umgebung prächtigst harmonieren, sondern es soll auch auf deren Lebensweise und Charakter geachtet werden.

Das Aquarium wurde gekauft – was nun?

Wichtig ist es, den geeigneten Platz für das Becken zu finden. Ist das mittelgroße Becken erst einmal gefüllt, dann kann es bis zu 500 Kilogramm schwer sein. Wer es dann an einen anderen Platz stellen will, hätte eine gewichtige Aufgabe zu lösen.

Die ideale Stelle für das Aquarium ist dort, wo es keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Die starke Sonneneinstrahlung würde zu einem vermehrten Algenwachstum führen. Das Möbelstück, auf welchem das Aquarium platziert wird, muss einerseits in der Lage sein das enorme Gewicht des Beckens zu tragen und andererseits auch eben sein. Wer zwischen dem Aquarium und dem Möbelstück eine Schaumstoffunterlage anbringt, kann Unebenheiten ausgleichen. Wird das Becken auf einer hölzernen Unterlage platziert, so sollte dieses laminiert sein.

Als nächsten Schritt überprüft man die Silikonfugen des Beckens und reinigt es mit einem weichen Schwamm und klaren Leitungswasser. Es dürfen keinerlei Putzmittel verwendet werden!

Die Einrichtung beginnt

Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und die kreative Tätigkeit beginnt. Am Boden empfiehlt es sich einen Grunddünger anzubringen, welcher ins noch leere Aquarium gelegt wird. Seine Aufgabe wird es sein jene Pflanzen zu versorgen, welche seine Nährstoffe über ihre Wurzeln aufnehmen. Auf diesen Grunddünger solltest Du nun eine Schicht Sand oder Kies geben.

Besonders schön sieht es aus, wenn der Beckenboden nicht eben ist, sondern verschiedene Höhen aufweist. Es empfiehlt sich kleine Höhlen zu schaffen, damit sich die Fische auch einmal „zurückziehen“ können. Durch das Einlegen von größeren Steinen und Wurzeln gibst Du Deinem Aquarium Deine ganz spezielle Note. Bitte unbedingt darauf aufpassen, dass das neu gekaufte Becken nicht durch eine Unachtsamkeit beim Einlegen der Steine zerkratzt wird. Acht darauf, dass das neu gestaltete Aquarium nicht zu symmetrisch aussieht. Es sollte so aussehen, als ob es willkürlich platziert wurde.

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Selbstverständlich hast Du Dir bereits viele Gedanken darüber gemacht, wie es am Ende aussehen soll. Wer nicht all zu viele verschiedene Materialien bei der Gestaltung des Aquariums verwendet, wird am Ende ein wunderbares Ergebnis erzielen. Die Materialien sollten in den Grund des Bodens fest „verankert“ sein, damit sie später nicht im Aquarium „herumwandern“.

Die ersten Pflanzen gelangen in das Aquarium

gebogene-pinzette-zum-pflanzen-aquarium-300x119 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 1 - Was brauche ich?Was wäre ein Aquarium, ohne die wunderschönen Wasserpflanzen? Es wäre kahl und leer. Damit das nicht passiert gilt es genügend Aquarienpflanzen zu kaufen. Zuerst solltest Du diese ganz genau betrachten und faulige Blätter bzw. Wurzeln entfernen. Gewaschen werden die Grünpflanzen am Besten mit handwarmen Leitungswasser. Am leichtesten kann man die Wasserpflanzen einsetzen, indem man damit im hinteren Bereich des Aquariums beginnt und sich danach zur Vorderseite „heranarbeitet“. Pass auf, dass die Pflanzen fest im Untergrund eingegraben sind.

Welche technischen Bauteile braucht Dein perfektes Aquarium?

Eine Filteranlage ist unerlässlich. Mit der Anbringung hilfst Du mit, das Wasser im Becken sauber zu halten und die perfekten Wasserbedingungen für Deine Fische zu schaffen. Der Filter wird eingeschaltet, nachdem das Aquarium mit Wasser gefüllt ist.

Nachdem das gewöhnliche Leitungswasser für die meisten Fische zu kalt ist, brauchst Du für die optimalen Wasserbedingungen eine Heizung. Die Heizstäbe werden zumeist an der Beckenwand eingehängt und sollten sich dort befinden, wo das Wasser ausgezeichnet zirkuliert. Es geht darum das Wasser im kompletten Becken zu erwärmen und nicht nur einen einzigen Hitzepol an einer Stelle des Aquariums zu schaffen.

Das perfekte Licht für Dein Aquarium

richtige-beleuchtung-im-aquarium-300x169 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 1 - Was brauche ich?Ein wunderbar eingerichtetes Becken nützt dem Besitzer nur wenig, wenn man es nicht gut sehen kann. Für die Tier- und Pflanzenwelt hat man viel Zeit und Liebe aufgewendet, da will man das prächtige Ergebnis auch dementsprechend gut sehen können. Die perfekte Beleuchtung ist wichtig, damit sich die im Aquarium lebenden Bewohner wohlfühlen. Egal ob es sich um Fische, Krebse oder Schnecken handelt, sie alle können durch die Wahl der falschen Beleuchtung unter Stress leiden. Die Tiere brauchen wechselnde Lichtverhältnisse. Wer als Aquarium Besitzer bereits zu den Profis gehört wird wissen, dass man die Beleuchtung für maximal zehn Stunden einschalten sollte. Für die Mittagszeit empfiehlt es sich das Licht etwa zwei Stunden lang auszuschalten. Wer auf Nummer sicher gehen will, für den empfiehlt sich die Anschaffung einer Zeitschaltuhr. Am Besten ist es, wenn der Übergang vom hellen Licht zur dunklen Phase nicht abrupt, sondern langsam und gleichmäßig erfolgt. Damit wird der Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang simuliert.

Für die Pflanzenwelt ist das Licht wichtig, um die Photosynthese zu aktivieren. Eine funktionierende Photosynthese hilft mit das sich im Wasser befindliche Kohlendioxid zu filtern und den Sauerstoff ins Wasser zurückzubringen. Ein allgemein besseres Klima innerhalb seines Aquariums kann man auch damit erreichen, indem man einen sogenannten Regentag einschiebt. Das bedeutet, dass man einen Tag lang gar kein Licht einschaltet.

Die meisten Aquarien erhalten ihr Licht von Leuchtstoffröhren. Vor allem für jene, welche erstmals ein Aquarium betreiben empfiehlt sich der Kauf dieser Lichtquelle. Die Leuchtstoffröhren überzeugen mit ihrem günstigen Preis und ihrer Verlässlichkeit. Der Austausch der Röhren ist auch für Neueinsteiger völlig problemlos.

Der Vorteil einer Halogenlampe ist, dass diese für spezielle Stellen im Aquarium perfekt geeignet sind. Die Lampe erzeugt ein punktförmiges, helles Licht. Wer den Leuchtkegel etwas verbreitern will, schafft dies mit der Anschaffung von Diffusoren und Reflektoren.

Die Profis der Aquarien Besitzer erwerben zunehmend HQI-Brenner. Diese erfordern allerdings große Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen, weil sie über Quecksilberdampf verfügen. Die Strahlung der HQI-Brenner ist deutlich heller als jene der Halogenlampen und sie erzeugen gleichzeitig auch sehr viel Wärme. Die regelmäßige Ausleuchtung der HQI-Brenner reicht auch in die großen Tiefen des Aquariums.

Das Wasser wird in das Becken gefüllt

Zum letzten Mal solltest Du darüber nachdenken, ob das Becken an der Stelle bleiben soll, wo es sich jetzt befindet. Ist das Wasser erst einmal im Aquarium drinnen ist es extrem schwer, den Standort noch einmal zu verändern. Das Wasser sollte über eine Temperatur von etwa 25 Grad Celsius verfügen und damit der Grund des Bodens nicht völlig aufgewirbelt wird, sollte man es nur ganz langsam in das Becken geben. Es mag zwar sehr zeitaufwendig sein, allerdings empfiehlt es sich das Wasser mit einem kleinen Becher einzufüllen. Je mehr Wasser sich bereits im Aquarium befindet, um so größer kann das Gefäß sein mit dem man es in das Becken fließen lässt.

Ab jetzt ist Geduld angesagt

in-geduld-ueben-300x225 In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 1 - Was brauche ich?Das Becken ist zwar bereits fertig eingerichtet, aber die Aquarien-Bewohner dürfen noch immer nicht hinein. Für die Aufrechterhaltung der Wasserwerte ist es wichtig, dass sich nun die diesbezüglich erforderlichen Bakterien ansiedeln können. Nach etwas mehr als zwei Wochen sollte die Eintrübung des Beckens zurückgegangen sein und sich auch die Pflanzen „eingelebt“ haben. Nun kann damit begonnen werden die zukünftigen Bewohner anzusiedeln. Damit sich die neu gekauften Fische auch ganz sanft an die Beckentemperatur gewöhnen können empfiehlt es sich, die Plastiksäcke mit den Fischen in das Aquarium zu hängen. Nach etwa zehn bis zwanzig Minuten beginnt man dann, diese in das wunderbar ausgestattete Becken umzusiedeln. Je weniger Wasser aus dem gekauften Beutel in das Aquarium gelangt, um so besser ist es.

 

 

 

Hier geht es zu den anderen Artikeln:

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 2 – Aquarium Technik, Bodengrund & Dekoration

In 6 Wochen zum perfekten Aquarium: Teil 3 – Die Aquarien Pflanzen ziehen ein

In 6 Wochen zum perfektem Aquarium: Teil 4 – Die Wasserqualität

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