Aquarium Fische regelm√§√üig f√ľttern

Aquarium Fische regelm√§√üig f√ľttern

Ein wichtiger Aspekt in der Pflege und¬†Aufzucht¬†von¬†Aquarienfischen¬†ist die artgerechte F√ľtterung. Aber was ist artgerecht? Welche Art von Futter soll aus dem √úberangebot gew√§hlt werden? Dazu schauen wir uns die unterschiedlichen¬†Fischarten¬†genauer an:

fische richtig fuettern - Fische richtig f√ľttern

Was soll gef√ľttert werden?

Die erste Unterteilung findet in der Art der Nahrung statt. Ist der Fisch ein reiner Pflanzenfresser (Herbivore), ein Allesfresser (Omnivore) oder frisst er am liebsten kleine Krebse, W√ľrmer oder Weichtiere (Carnivore)? Ist er spezialisiert auf eine bestimmte Nahrungsform, wie zum Beispiel der Kugelfisch, der sich von Schnecken ern√§hrt (und wenn Schnecken aus sind auch gerne an die Flossen der Artgenossen geht und daran knabbert)?

Es gibt auch bei den Fischen Nahrungsspezialisten und solche, die alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt.

Die nächste Einteilung findet nach Zonen statt, in denen sich die Fische bevorzugt aufhalten. Da sind zuerst die sogenannten Oberflächenfische.

Sie tummeln sich hauptsächlich an der Wasseroberfläche und sind auf diese Lebensweise derart spezialisiert, dass auch ihre Maulform nach oben gerichtet ist. Man nennt das auch oberständig.

Sie nehmen ihr Futter im obersten Bereich des Aquariums auf. Futter das zu Boden sinkt wird von diesen Fischen nicht mehr aufgenommen.

Aber am Weg nach unten durchquert die Futterration den mittleren Bereich des Aquariums, wo schon die hungrigen Bewohner des Mittelbereiches mit den nach vorne gerichteten (endständigen) Maulformen warten und das sinkende Futter gerne aufnehmen.

Der letzte Rest des Futters sinkt zu Boden und wird dort von den Bodenbewohnern mit ihren unterständigen Maulformen zusammengesucht.

Welche Fische leben in deinem Aquarium?

Als ersten m√ľssen wir uns also ansehen, welche Fische leben in dem Aquarium und danach wird die¬†Futterart¬†ausgew√§hlt. Allseits beliebt und bekannt ist das¬†Flockenfutter*.

Dieses wird auf die Wasseroberfläche gestreut und von den meisten Fischen sehr gerne genommen. Mit Flocken können alle Wasserzonen gut versorgt werden, da sie zuerst an der Oberfläche schwimmen, dann langsam absinken und sich dann am Aquariengrund ablegen.

Flocken sind also eine gute Möglichkeit, mit nur einer Futterart alle Aquarienbewohner satt zu bekommen.

Auch Fische haben unterschiedliche Temperamente

Aquarium Fische regelm√§√üig f√ľttern

Aquarium Fische regelm√§√üig f√ľttern

Es gibt sehr forsche Arten und Individuen, aber auch scheue, furchtsame. Diese scheuen Wesen kommen bei der allgemeinen¬†F√ľtterung¬†oft zu kurz, weil die wilden Artgenossen schon alles weggefressen haben, bevor sie sich √ľberhaupt zum¬†Futterplatzhingetraut haben.

F√ľr diese scheuen, kleinen Fische in der mittleren Zone sind Granulate eine gute Wahl. Diese sind sehr por√∂s, l√∂sen sich schnell auf und sinken langsam zu Boden.

F√ľr reine Bodenbewohner wie die¬†Welse,¬†Schmerlen¬†oder die¬†gr√ľndelnden Barben¬†ist eine separate F√ľtterung durch¬†Tabletten¬†* eine gute Wahl. Die Tabletten sinken sofort zu Boden und l√∂sen sich dort langsam auf.

Sie k√∂nnen dann von den Bodenbewohnern in Ruhe aufgefuttert werden. Au√üerdem ist das f√ľttern mit Tabletten eine M√∂glichkeit, Futter an einer ganz bestimmten Stelle auszulegen.

Dies kann z.B. notwendig sein, um besonders scheue Tiere zu f√ľttern. Es werden sowohl Tabletten f√ľr¬†Allesfresser¬†als auch f√ľr reine¬†Pflanzenfresser¬†angeboten.

Eine andere Futterart ist das Gel*. Dieses wird in unterschiedlichen Sorten in kleinen Futterbeuteln portionsgerecht angeboten.

Das Gel sinkt relativ schnell zu Boden und bleibt dort oft als Futterklumpen liegen. Um das zu verhindern gibt es einen einfachen Trick:

INFO

man l√∂st das Gel einfach in einer kleinen Menge Aquarienwasser auf und verf√ľttert diese Fl√ľssignahrung dann schluckweise. So kommen auch die Bewohner der oberen Regionen in den Genuss dieses Leckerbissens.

Gel ist ein sehr nährstoffreiches Futter, das meist mit Spurenelementen, Vitaminen, Proteinen und Fetten angereichert wurde.

Naturfutter

Naturfutter rote M√ľckenlarven

rote M√ľckenlarven

Ein wahrer Leckerbissen f√ľr die meisten Bewohner eines¬†S√ľ√üwasseraquariums¬†ist¬†Naturfutter¬†in Form von roten und wei√üen M√ľckenlarven, Daphnien, Artemia oder Krill.

Dieses Naturfutter wird in getrockneter Form oder in¬†gefrorenem Zustand¬†im Handel angeboten und wird als¬†Zusatzfutter, als besonderer Leckerbissen ab und zu beigef√ľttert.

Die gefrorenen¬†M√ľckenlarven¬†werden aufgetaut und in einem Sieb gut ausgesp√ľlt. Jetzt kann man sie direkt auf die Wasseroberfl√§che geben, wo sie meist sofort gierig verschlungen werden.

Es gibt im Handel kleine Trichter mit sieb√§hnlichen √Ėffnungen, in die man die Larven geben kann. Die Fische zupfen sie dann einzeln heraus.

Wichtig:

Es sollte vermieden werden das Futter im gefrorenen Zustand in das Aquarium zu geben!

Reine Carnivoren werden mit Naturfutter gef√ľttert.

Eine Futterart, die in der Form und Gr√∂√üe an W√ľrmer, die nat√ľrliche Nahrung vieler Fische erinnert, sind die Sticks. Sie schwimmen zuerst an der¬†Oberfl√§che, l√∂sen sich aber schnell auf und k√∂nne so gut von allen Aquarienbewohnern aufgenommen werden.

F√ľr das Bef√ľllen von¬†Futterautomaten¬†* eignen sich ganz besonders die Crisps. Sie enthalten auch meist mehr Energie als das herk√∂mmliche¬†Trockenfutter¬†und sind somit ideal geeignet, die Fische w√§hrend der¬†Urlaubszeit¬†gut zu versorgen.

Wie oft und wieviel soll gef√ľttert werden?

Eine einfache¬†Faustregel¬†sagt, die Fische sollen pro¬†F√ľtterung¬†soviel Futter bekommen, wie sie in ein paar Minuten fressen k√∂nnen.

Ob die Fische¬†einmal¬†oder¬†zweimal¬†t√§glich gef√ľttert werden, ob ein¬†Fastentag¬†pro Woche eingehalten wird (bitte nicht bei Jungtieren) oder nicht, da scheiden sich die Geister.

Jeder¬†Aquarianer¬†schw√∂rt auf seine Art zu f√ľttern und am besten wird es sein, wenn die Fische so gef√ľttert werden, dass es gut zum eigenen¬†Tagesablauf¬†passt. Gerade das F√ľttern ist eine gute Gelegenheit, die Fische genauer und in Ruhe zu beobachten.

Sind alle da?

Sind sie gesund?

Zeigt einer eine merkw√ľrdiges Verhalten oder gar Verletzungen oder¬†Pilzbefall?

Um festzustellen, ob zuviel oder zuwenig gef√ľttert wird, ist wie bei allen Lebewesen, der k√∂rperliche Zustand der Fische zu betrachten. Sind sie¬†kugelrund¬†oder¬†abgemagert?

St√ľrzen sie sich wie Verhungernde auf die¬†Futterration¬†oder kommen sie gem√ľtlich angeschwommen nach dem Motto: mal schauen, ob es was Gutes gibt. Durch Beobachtung wird man sehr schnell die richtige Futtermenge und die H√§ufigkeit der Futtergaben f√ľr seine Aquarienbewohner herausgefunden haben.

Bei einer √úberf√ľtterung besteht zus√§tzlich eine Gefahr f√ľr das ganze Aquarium, da die Futterreste die Wasserqualit√§t belasten und dadurch Krankheiten entstehen k√∂nnen. Ein Hinweis auf zuviel Futter kann auch vermehrtes Algenwachstum oder eine regelrechte Schneckenplage sein.

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