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25. Juli 2017 Aquarium Fische regelmĂ€ĂŸig fĂŒttern

Fische richtig fĂŒttern

Ein wichtiger Aspekt in der Pflege und Aufzucht von Aquarienfischen ist die artgerechte FĂŒtterung. Aber was ist artgerecht? Welche Art von Futter soll aus dem Überangebot gewĂ€hlt werden? Dazu schauen wir uns die unterschiedlichen Fischarten genauer an:

fische richtig fuettern - Fische richtig fĂŒttern

Was soll gefĂŒttert werden?

Die erste Unterteilung findet in der Art der Nahrung statt. Ist der Fisch ein reiner Pflanzenfresser (Herbivore), ein Allesfresser (Omnivore) oder frisst er am liebsten kleine Krebse, WĂŒrmer oder Weichtiere (Carnivore)? Ist er spezialisiert auf eine bestimmte Nahrungsform, wie zum Beispiel der Kugelfisch, der sich von Schnecken ernĂ€hrt (und wenn Schnecken aus sind auch gerne an die Flossen der Artgenossen geht und daran knabbert)?

Es gibt auch bei den Fischen Nahrungsspezialisten und solche, die alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt.

Die nÀchste Einteilung findet nach Zonen statt, in denen sich die Fische bevorzugt aufhalten. Da sind zuerst die sogenannten OberflÀchenfische.

Sie tummeln sich hauptsÀchlich an der WasseroberflÀche und sind auf diese Lebensweise derart spezialisiert, dass auch ihre Maulform nach oben gerichtet ist. Man nennt das auch oberstÀndig.

Sie nehmen ihr Futter im obersten Bereich des Aquariums auf. Futter das zu Boden sinkt wird von diesen Fischen nicht mehr aufgenommen.

Aber am Weg nach unten durchquert die Futterration den mittleren Bereich des Aquariums, wo schon die hungrigen Bewohner des Mittelbereiches mit den nach vorne gerichteten (endstÀndigen) Maulformen warten und das sinkende Futter gerne aufnehmen.

Der letzte Rest des Futters sinkt zu Boden und wird dort von den Bodenbewohnern mit ihren unterstÀndigen Maulformen zusammengesucht.

Welche Fische leben in deinem Aquarium?

Als ersten mĂŒssen wir uns also ansehen, welche Fische leben in dem Aquarium und danach wird die Futterart ausgewĂ€hlt. Allseits beliebt und bekannt ist das Flockenfutter*.

Dieses wird auf die WasseroberflÀche gestreut und von den meisten Fischen sehr gerne genommen. Mit Flocken können alle Wasserzonen gut versorgt werden, da sie zuerst an der OberflÀche schwimmen, dann langsam absinken und sich dann am Aquariengrund ablegen.

Flocken sind also eine gute Möglichkeit, mit nur einer Futterart alle Aquarienbewohner satt zu bekommen.

Auch Fische haben unterschiedliche Temperamente

Aquarium Fische regelmĂ€ĂŸig fĂŒttern
Aquarium Fische regelmĂ€ĂŸig fĂŒttern

Es gibt sehr forsche Arten und Individuen, aber auch scheue, furchtsame. Diese scheuen Wesen kommen bei der allgemeinen FĂŒtterung oft zu kurz, weil die wilden Artgenossen schon alles weggefressen haben, bevor sie sich ĂŒberhaupt zum Futterplatzhingetraut haben.

FĂŒr diese scheuen, kleinen Fische in der mittleren Zone sind Granulate eine gute Wahl. Diese sind sehr porös, lösen sich schnell auf und sinken langsam zu Boden.

FĂŒr reine Bodenbewohner wie die Welse, Schmerlen oder die grĂŒndelnden Barben ist eine separate FĂŒtterung durch Tabletten * eine gute Wahl. Die Tabletten sinken sofort zu Boden und lösen sich dort langsam auf.

Sie können dann von den Bodenbewohnern in Ruhe aufgefuttert werden. Außerdem ist das fĂŒttern mit Tabletten eine Möglichkeit, Futter an einer ganz bestimmten Stelle auszulegen.

Dies kann z.B. notwendig sein, um besonders scheue Tiere zu fĂŒttern. Es werden sowohl Tabletten fĂŒr Allesfresser als auch fĂŒr reine Pflanzenfresser angeboten.

Eine andere Futterart ist das Gel*. Dieses wird in unterschiedlichen Sorten in kleinen Futterbeuteln portionsgerecht angeboten.

Das Gel sinkt relativ schnell zu Boden und bleibt dort oft als Futterklumpen liegen. Um das zu verhindern gibt es einen einfachen Trick:

INFO

man löst das Gel einfach in einer kleinen Menge Aquarienwasser auf und verfĂŒttert diese FlĂŒssignahrung dann schluckweise. So kommen auch die Bewohner der oberen Regionen in den Genuss dieses Leckerbissens.

Gel ist ein sehr nÀhrstoffreiches Futter, das meist mit Spurenelementen, Vitaminen, Proteinen und Fetten angereichert wurde.

Naturfutter

Naturfutter rote MĂŒckenlarven
rote MĂŒckenlarven

Ein wahrer Leckerbissen fĂŒr die meisten Bewohner eines SĂŒĂŸwasseraquariums ist Naturfutter in Form von roten und weißen MĂŒckenlarven, Daphnien, Artemia oder Krill.

Dieses Naturfutter wird in getrockneter Form oder in gefrorenem Zustand im Handel angeboten und wird als Zusatzfutter, als besonderer Leckerbissen ab und zu beigefĂŒttert.

Die gefrorenen MĂŒckenlarven werden aufgetaut und in einem Sieb gut ausgespĂŒlt. Jetzt kann man sie direkt auf die WasseroberflĂ€che geben, wo sie meist sofort gierig verschlungen werden.

Es gibt im Handel kleine Trichter mit siebĂ€hnlichen Öffnungen, in die man die Larven geben kann. Die Fische zupfen sie dann einzeln heraus.

Wichtig:

Es sollte vermieden werden das Futter im gefrorenen Zustand in das Aquarium zu geben!

Reine Carnivoren werden mit Naturfutter gefĂŒttert.

Eine Futterart, die in der Form und GrĂ¶ĂŸe an WĂŒrmer, die natĂŒrliche Nahrung vieler Fische erinnert, sind die Sticks. Sie schwimmen zuerst an der OberflĂ€che, lösen sich aber schnell auf und könne so gut von allen Aquarienbewohnern aufgenommen werden.

FĂŒr das BefĂŒllen von Futterautomaten * eignen sich ganz besonders die Crisps. Sie enthalten auch meist mehr Energie als das herkömmliche Trockenfutter und sind somit ideal geeignet, die Fische wĂ€hrend der Urlaubszeit gut zu versorgen.

Wie oft und wieviel soll gefĂŒttert werden?

Eine einfache Faustregel sagt, die Fische sollen pro FĂŒtterung soviel Futter bekommen, wie sie in ein paar Minuten fressen können.

Ob die Fische einmal oder zweimal tĂ€glich gefĂŒttert werden, ob ein Fastentag pro Woche eingehalten wird (bitte nicht bei Jungtieren) oder nicht, da scheiden sich die Geister.

Jeder Aquarianer schwört auf seine Art zu fĂŒttern und am besten wird es sein, wenn die Fische so gefĂŒttert werden, dass es gut zum eigenen Tagesablauf passt. Gerade das FĂŒttern ist eine gute Gelegenheit, die Fische genauer und in Ruhe zu beobachten.

Sind alle da?

Sind sie gesund?

Zeigt einer eine merkwĂŒrdiges Verhalten oder gar Verletzungen oder Pilzbefall?

Um festzustellen, ob zuviel oder zuwenig gefĂŒttert wird, ist wie bei allen Lebewesen, der körperliche Zustand der Fische zu betrachten. Sind sie kugelrund oder abgemagert?

StĂŒrzen sie sich wie Verhungernde auf die Futterration oder kommen sie gemĂŒtlich angeschwommen nach dem Motto: mal schauen, ob es was Gutes gibt. Durch Beobachtung wird man sehr schnell die richtige Futtermenge und die HĂ€ufigkeit der Futtergaben fĂŒr seine Aquarienbewohner herausgefunden haben.

Bei einer ÜberfĂŒtterung besteht zusĂ€tzlich eine Gefahr fĂŒr das ganze Aquarium, da die Futterreste die WasserqualitĂ€t belasten und dadurch Krankheiten entstehen können. Ein Hinweis auf zuviel Futter kann auch vermehrtes Algenwachstum oder eine regelrechte Schneckenplage sein.

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