Wer seinen Fischen mit einer natĂŒrlichen, chemiefreien Umgebung etwas Gutes tun möchte, sollte auf Erlenzapfen zurĂŒckgreifen. LĂ€ngst erfreut sich die Verwendung von Laub bei Fischliebhabern großer Beliebtheit. Die kleinen BaumfrĂŒchte sind jedoch wahre Alleskönner. Nicht nur die einfache Anwendung, sondern auch die positive Wirkung fĂŒr die Fische sind GrĂŒnde, warum man sein Aquarium mit den BaumfrĂŒchten bereichern sollte. Im Folgenden erfĂ€hrt man alles ĂŒber den Nutzen und den richtigen Gebrauch.

Wie gibt man die Erlenzapfen ins Wasser?

Um die getrockneten FrĂŒchte ins Aquarium zu geben, hat man zwei Möglichkeiten. GrundsĂ€tzlich kann man sie problemlos auf die WasseroberflĂ€che legen. Nach ein paar Minuten sinken sie automatisch auf den Grund. Die Entsorgung erleichtert jedoch ein Netz, welches ins Wasser gelassen wird und die Zapfen bĂŒndelt. Somit beugt man auch dem erneuten aufsteigen der FrĂŒchte vor. Beeinflussung auf die positive Wirkung hat keine der beiden Methoden.

Auch der Entsorgungszeitpunkt bleibt dem Halter ĂŒberlassen. Wen die restlichen Partikel optisch stören, der entnimmt die Zapfen nach einigen Wochen. Welse freuen sich hingegen ĂŒber die Nahrung, die sie in den Überresten finden. Ansonsten zersetzten sich die BaumfrĂŒchte nach ein paar Monaten von alleine.

Was macht die Verwendung von Schwarzerlenzapfen so empfehlenswert?

Mit Schwarzerlenzapfen gelingt es, fĂŒr die Fischen einen artgerechten, natĂŒrlichen Lebensraum nachzubilden. Weiterhin dienen die FrĂŒchte den Fischen als gesundes Futter. Die Aufnahme der enthaltenen Gerbstoffe wirken antibakteriell und sind besonders gut fĂŒr die SchleimhĂ€ute.Dennoch ist die Auswirkung auf die WasserqualitĂ€t noch viel effektiver.
Unmittelbar nach der Zugabe der Zapfen fĂ€rbt sich das Wasser. Grund dafĂŒr ist eine chemische Reaktion- keine Verdreckung, wie zunĂ€chst vielleicht angenommen. Fische fĂŒhlen sich in dem bernsteinfarbenden Wasser umso wohler, da es den heimischen, tropischen GewĂ€ssern sehr Ă€hnelt. Wem die FĂ€rbung zunĂ€chst etwas zuwider scheint, wird sich schnell mit dem Umstand anfreunden, wenn er sieht, wie rege seine Fische darauf reagieren.

Die Auswirkung auf den PH-Wert

In erster Linie sollten Aquarienbesitzer, die Weichwasserfische aus den Regenwaldregionen halten, ihr Aquarium mit Schwarzerlenzapfen bereichern. Der Grund der WasserfĂ€rbung ist eine Änderung des PH-Werts. Enthaltene HuminsĂ€ure macht das Wasser sauer. Demzufolge ist es bestens fĂŒr Arten wie Ährenfische, Barsche, KnochenzĂŒngler, ZahnkĂ€rpflinge, Welse und Salmler geeignet. Durch den Einsatz der Zapfen ist keine weitere Chemie nötig.

INFO

ErwÀhnenswert ist unter anderem, dass sich die Wirkung von Schwarzerlenzapfen schon nach etwa einer Minute bemerkbar macht, wÀhrend sie bei Laub deutlich verzögert auftritt.

Die Wunderwaffe gegen Pilze

Die natĂŒrliche Zugabe verhilft den Fischen in doppelter Hinsicht zu mehr Wohlbehagen. Die Tiere fĂŒhlen sich nicht nur heimisch, sondern profitieren auch gesundheitlich. Der angepasste SĂ€uregehalt sowie das Fressen der Schwarzerlenzapfen sind wachstumsfördernd. Überdies kann man mit den BaumfrĂŒchten dem Pilzbefall im Wasserbecken vorbeugen.
Insbesondere der Laich der Fische, der hĂ€ufig von Pilzwachstum betroffen ist, bleibt unberĂŒhrt. Schwarzerlenzapfen töten nicht nur Keime ab, sondern wirken auch exellent gegen Pilzbildung. Allerdings mit einer EinschrĂ€nkung, welche ebenso von Nutzen ist: Hefepilzen können die abgesonderten Hemmer nur geringfĂŒgig schaden. Da sich die Larven von Hefe ernĂ€hren, beseitigt der Zusatz also nur schĂ€dliche Pilzarten.

Die richtige Dosis

Leider ist es schwierig, die optimale Menge abzuschĂ€tzen. Das Wasser darf je nach Aquariumbewohner nicht zu sauer werden. Auf genaue Empfehlungen kann man nicht zurĂŒckgreifen, da Schwarzerlenzapfen- wie viele Naturprodukte- Schwankungen unterliegen. Drei Zapfen auf 20 Liter können ausreichen, manchmal genĂŒgen sie jedoch schon auf 200 Liter.
Womöglich sind die gesammelten FrĂŒchte dann doch nicht ganz frisch oder aber sie sind besonders reich an HuminsĂ€ure. Hinsichtlich der Dosierung ist der Halter gefordert, sich durch Ausprobieren an die geeignete Menge heranzutasten. Hierbei gilt es, vorsichtig anzufangen. Eine Orientierungshilfe kann die WasserfĂ€rbung geben, die schon nach kurzer Zeit eintritt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, beobachtet die Reaktion vorab in einem 10 Liter Eimer. Solange man den Fischen nicht schadet, bleibt die Dosierung aber jedem selbst ĂŒberlassen.

Was gilt es, noch zu beachten?

Die fischgiftige Wirkung ist gewiss der wichtigste Punkt, der bei der Anwendung von Schwarzerlenzapfen berĂŒcksichtigt werden muss. Zudem sollten Aquariumbesitzer auch darauf achten, dass die FrĂŒchte nicht von der Pumpe angesaugt werden und diese somit Gefahr lĂ€uft, zu verstopfen.

Aquarien, die mit einem Mattenfilter ausgestattet sind, sollten regelmĂ€ĂŸig auf den sogenannten Erlenwuchs kontrolliert werden. Wenn sich die Samen im Wasser verteilen, bilden sich in seltenen FĂ€llen kleine BĂ€umchen an der Anlage.

Fazit

Bei sinnvoller Dosierung muss man keine Nebenwirkungen der Schwarzerlenzapfen befĂŒrchten Der Nutzen ist hingegen enorm. Der Zusatz aus der Natur dient als Futter, trĂ€gt zur Gesundheit der Fische bei, reduziert den Basebgehalt des Wassers und schenkt den Bewohnern somit einen artgerechten Lebensraum. Außerdem ist es ein empfehlenswertes Mittel, um Pilze und Keime abzutöten.

Der Aquarienhalter freut sich ĂŒber die simple Anwendung. Ein weiterer Pluspunkt ist die natĂŒrliche Herkunft des Zugabemittels. Den ĂŒbrigen chemiefreien Methoden sind Schwarzerlenzapfen in der schnellen Wirksamkeit um einiges voraus.

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