Bevor man in die nĂ€chste Zoohandlung losmarschiert und sich ein Aquarium aussucht, muss man vor dem Kauf noch grundlegendes bedenken. Wie viele Tiere will ich in meinem Aquarium haben? Werden sich die gewĂŒnschten Fischarten untereinander vertragen? Die Anzahl und die Bewohner entscheiden ĂŒber die vernĂŒnftige GrĂ¶ĂŸe des Aquariums.

Es ist darauf zu achten, dass die gewĂŒnschten Fische nicht nur mit der Umgebung prĂ€chtigst harmonieren, sondern es soll auch auf deren Lebensweise und Charakter geachtet werden.

Das Aquarium wurde gekauft – was nun?

Wichtig ist es, den geeigneten Platz fĂŒr das Becken zu finden. Ist das mittelgroße Becken erst einmal gefĂŒllt, dann kann es bis zu 500 Kilogramm schwer sein. Wer es dann an einen anderen Platz stellen will, hĂ€tte eine gewichtige Aufgabe zu lösen.

Die ideale Stelle fĂŒr das Aquarium ist dort, wo es keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. Die starke Sonneneinstrahlung wĂŒrde zu einem vermehrten Algenwachstum fĂŒhren. Das MöbelstĂŒck, auf welchem das Aquarium platziert wird, muss einerseits in der Lage sein das enorme Gewicht des Beckens zu tragen und andererseits auch eben sein. Wer zwischen dem Aquarium und dem MöbelstĂŒck eine Schaumstoffunterlage anbringt, kann Unebenheiten ausgleichen.

Wird das Becken auf einer hölzernen Unterlage platziert, so sollte dieses laminiert sein.

Als nĂ€chsten Schritt ĂŒberprĂŒft man die Silikonfugen des Beckens und reinigt es mit einem weichen Schwamm und klaren Leitungswasser. Es dĂŒrfen keinerlei Putzmittel verwendet werden!

Die Einrichtung beginnt

Aquarium mit Sand/Kies fĂŒllen

Aquarium mit Sand/Kies fĂŒllen

Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und die kreative TĂ€tigkeit beginnt. Am Boden empfiehlt es sich einen GrunddĂŒnger anzubringen, welcher ins noch leere Aquarium gelegt wird. Seine Aufgabe wird es sein jene Pflanzen zu versorgen, welche seine NĂ€hrstoffe ĂŒber ihre Wurzeln aufnehmen. Auf diesen GrunddĂŒnger solltest Du nun eine Schicht Sand oder Kies geben.

Besonders schön sieht es aus, wenn der Beckenboden nicht eben ist, sondern verschiedene Höhen aufweist. Es empfiehlt sich kleine Höhlen zu schaffen, damit sich die Fische auch einmal „zurĂŒckziehen“ können. Durch das Einlegen von grĂ¶ĂŸeren Steinen und Wurzeln gibst Du deinem Aquarium Deine ganz spezielle Note.

 Bitte unbedingt darauf aufpassen, dass das neu gekaufte Becken nicht durch eine Unachtsamkeit beim Einlegen der Steine zerkratzt wird. 

Achte darauf, dass das neu gestaltete Aquarium nicht zu symmetrisch aussieht. Es sollte so aussehen, als ob es willkĂŒrlich platziert wurde.

Aquarium Wurzeln und Steine einbringen

Aquarium Wurzeln und Steine einbringen

SelbstverstĂ€ndlich hast Du Dir bereits viele Gedanken darĂŒber gemacht, wie es am Ende aussehen soll. Wer nicht all zu viele verschiedene Materialien bei der Gestaltung des Aquariums verwendet, wird am Ende ein wunderbares Ergebnis erzielen. Die Materialien sollten in den Grund des Bodens fest „verankert“ sein, damit sie spĂ€ter nicht im Aquarium „herumwandern“.

Die ersten Pflanzen gelangen in das Aquarium

 

Was wĂ€re ein Aquarium, ohne die wunderschönen Wasserpflanzen? Es wĂ€re kahl und leer. Damit das nicht passiert gilt es genĂŒgend Aquarienpflanzen zu kaufen.

Zuerst solltest Du diese ganz genau betrachten und faulige BlĂ€tter bzw. Wurzeln entfernen. Gewaschen werden die GrĂŒnpflanzen am Besten mit handwarmen Leitungswasser.

Am leichtesten kann man die Wasserpflanzen einsetzen, indem man damit im hinteren Bereich des Aquariums beginnt und sich danach zur Vorderseite „heranarbeitet“. Pass auf, dass die Pflanzen fest im Untergrund eingegraben sind.

Welche technischen Bauteile braucht Dein perfektes Aquarium?

Eine Filteranlage ist unerlĂ€sslich. Mit der Anbringung hilfst Du mit, das Wasser im Becken sauber zu halten und die perfekten Wasserbedingungen fĂŒr Deine Fische zu schaffen. Der Filter wird eingeschaltet, nachdem das Aquarium mit Wasser gefĂŒllt ist.

Nachdem das gewöhnliche Leitungswasser fĂŒr die meisten Fische zu kalt ist, brauchst Du fĂŒr die optimalen Wasserbedingungen eine Heizung. Die HeizstĂ€be werden zumeist an der Beckenwand eingehĂ€ngt und sollten sich dort befinden, wo das Wasser ausgezeichnet zirkuliert.

Es geht darum das Wasser im kompletten Becken zu erwÀrmen und nicht nur einen einzigen Hitzepol an einer Stelle des Aquariums zu schaffen.

Das perfekte Licht fĂŒr Dein Aquarium

 

Ein wunderbar eingerichtetes Becken nĂŒtzt dem Besitzer nur wenig, wenn man es nicht gut sehen kann. FĂŒr die Tier- und Pflanzenwelt hat man viel Zeit und Liebe aufgewendet, da will man das prĂ€chtige Ergebnis auch dementsprechend gut sehen können.

Die perfekte Beleuchtung ist wichtig, damit sich die im Aquarium lebenden Bewohner wohlfĂŒhlen. Egal ob es sich um Fische, Krebse oder Schnecken handelt, sie alle können durch die Wahl der falschen Beleuchtung unter Stress leiden. Die Tiere brauchen wechselnde LichtverhĂ€ltnisse. Wer als Aquarium Besitzer bereits zu den Profis gehört wird wissen, dass man die Beleuchtung fĂŒr maximal zehn Stunden einschalten sollte.

FĂŒr die Mittagszeit empfiehlt es sich das Licht etwa zwei Stunden lang auszuschalten. Wer auf Nummer sicher gehen will, fĂŒr den empfiehlt sich die Anschaffung einer Zeitschaltuhr. Am Besten ist es, wenn der Übergang vom hellen Licht zur dunklen Phase nicht abrupt, sondern langsam und gleichmĂ€ĂŸig erfolgt. Damit wird der Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang simuliert.

FĂŒr die Pflanzenwelt ist das Licht wichtig, um die Photosynthese zu aktivieren. Eine funktionierende Photosynthese hilft mit das sich im Wasser befindliche Kohlendioxid zu filtern und den Sauerstoff ins Wasser zurĂŒckzubringen.

Ein allgemein besseres Klima innerhalb seines Aquariums kann man auch damit erreichen, indem man einen sogenannten Regentag einschiebt. Das bedeutet, dass man einen Tag lang gar kein Licht einschaltet.

Die meisten Aquarien erhalten ihr Licht von Leuchtstoffröhren. Vor allem fĂŒr jene, welche erstmals ein Aquarium betreiben empfiehlt sich der Kauf dieser Lichtquelle. Die Leuchtstoffröhren ĂŒberzeugen mit ihrem gĂŒnstigen Preis und ihrer VerlĂ€sslichkeit. Der Austausch der Röhren ist auch fĂŒr Neueinsteiger völlig problemlos.

Der Vorteil einer Halogenlampe ist, dass diese fĂŒr spezielle Stellen im Aquarium perfekt geeignet sind. Die Lampe erzeugt ein punktförmiges, helles Licht. Wer den Leuchtkegel etwas verbreitern will, schafft dies mit der Anschaffung von Diffusoren und Reflektoren.

Die Profis der Aquarien Besitzer erwerben zunehmend HQI-Brenner. Diese erfordern allerdings große Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen, weil sie ĂŒber Quecksilberdampf verfĂŒgen. Die Strahlung der HQI-Brenner ist deutlich heller als jene der Halogenlampen und sie erzeugen gleichzeitig auch sehr viel WĂ€rme.

Die regelmĂ€ĂŸige Ausleuchtung der HQI-Brenner reicht auch in die großen Tiefen des Aquariums.

Das Becken wird mit Wasser gefĂŒllt

 

Aquarium Wasser einfĂŒllen

Aquarium Wasser einfĂŒllen

Zum letzten Mal solltest Du darĂŒber nachdenken, ob das Becken an der Stelle bleiben soll, wo es sich jetzt befindet.

Ist das Wasser erst einmal im Aquarium drinnen ist es extrem schwer, den Standort noch einmal zu verÀndern.

Das Wasser sollte ĂŒber eine Temperatur von etwa 25 Grad Celsius verfĂŒgen und damit der Grund des Bodens nicht völlig aufgewirbelt wird, sollte man es nur ganz langsam in das Becken geben.

Es mag zwar sehr zeitaufwendig sein, allerdings empfiehlt es sich das Wasser mit einem kleinen Becher einzufĂŒllen.

Je mehr Wasser sich bereits im Aquarium befindet, um so grĂ¶ĂŸer kann das GefĂ€ĂŸ sein mit dem man es in das Becken fließen lĂ€sst.

Ab jetzt ist Geduld angesagt

gefĂŒlltes Aquarium ohne Bewohner

gefĂŒlltes Aquarium ohne Bewohner

Das Becken ist zwar bereits fertig eingerichtet, aber die Aquarien-Bewohner dĂŒrfen noch immer nicht hinein. FĂŒr die Aufrechterhaltung der Wasserwerte ist es wichtig, dass sich nun die diesbezĂŒglich erforderlichen Bakterien ansiedeln können.

Nach etwas mehr als zwei Wochen sollte die EintrĂŒbung des Beckens zurĂŒckgegangen sein und sich auch die Pflanzen „eingelebt“ haben.

Nun kann damit begonnen werden die zukĂŒnftigen Bewohner anzusiedeln.

Damit sich die neu gekauften Fische auch ganz sanft an die Beckentemperatur gewöhnen können empfiehlt es sich, die PlastiksÀcke mit den Fischen in das Aquarium zu hÀngen. Nach etwa zehn bis zwanzig Minuten beginnt man dann, diese in das wunderbar ausgestattete Becken umzusiedeln. Je weniger Wasser aus dem gekauften Beutel in das Aquarium gelangt, um so besser ist es.

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