Aquarium Ökosystem

Aquarien sind geschlossene Ökosysteme. Das macht sie komplex, empfindlich und autark. Doch ein jedes Ökosystem besteht aus zahlreichen und vielfältigen Komponenten, die in wechselseitiger Beziehung zu einander stehen, sich gegenseitig beeinflussen, im Positiven wie im Negativen, und dazu beitragen, dass das in sich geschlossene Ökosystem ausgeglichen ist.

Die einzelnen Komponenten und ihre Beziehung zu einander

Ein Aquarium besteht aus zahlreichen Komponenten, darunter u.a. Filter, Heizstab, Beleuchtung und mehr. Auch die Fische als solche wirken sich auf das Ökosystem aus. Doch es ist gar nicht so einfach diese ganzen Komponenten miteinander in ein ausgewogenes und ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Denn das ist Voraussetzung für ein stabiles Ökosystem. Man kann es sich vorstellen wie ein Mobile. Nur wenn jede einzelne Komponente in Balance zur anderen steht, ist das System ausgeglichen. Gerät eine dieser Komponenten ins Ungleichgewicht, so wirkt es sich auf das Gesamtsystem aus. Die Folge für das Ökosystem Aquarium sind Algenbefall und damit einhergehend Fischkrankheiten.

 

Die Komponenten im Ökosystem Aquarium

Was sind also die zentralen Komponenten, die im Gleichgewicht zu einander stehen müssen, möchte man sich mit einem gesunden Aquarium verwöhnen und seinen Fischen eine gesunde Umgebung und Lebensraum schaffen und geben? Die wichtigsten Komponenten sind: (1) Licht, (2) Wasserchemie, (3) Futter, (4) Pflanzen, (5) Fische, Schnecken und Garnelen, (6) Bodengrund, (7) Ausscheidungen, (8) Filter sowie (9) Aquarianer.

 

Wie beeinflussen diese Faktoren das Ökosystem? Wie wirken sie aufeinander und welchen Einfluss haben sie?

Das Licht wirkt sich auf das Wachstum der Pflanzen auf sowie es ebenfalls das Verhalten der Fische beeinflusst. Ähnliches gilt für die Wasserchemie. Sie ist die Grundlage für die Gesundheit und Entwicklung der Aquarienbewohner sowie der Aufbau / die Produktion von Filterbakterien begünstigt wird. Das Futter ist nicht nur Grundlage für Fische, Schnecken und Garnelen sondern trägt ebenfalls zum Erhalt der Filterbakterien bei und wirkt somit nachträglich auf die Wasserchemie. Ein unmittelbar Zusammenhang.

Die Pflanzen hingegen sind die Mikroorganismen, die die Filterbakterien kontrollieren und auf natürliche Weise das Wasser reinigen. Besonders der CO2 wie O2 Gehalt des Wassers wird maßgeblich durch die Pflanzen bestimmt. Ebenfalls sind die Lebewesen des Aquariums sorgfältig auszuwählen. Ein einfaches ‚3 x roter, 2 x gelber und 6 x blauer‘ Fisch sind nicht ausreichend, wenn man sich Gedanken um die Bestückung seines Aquariums macht. Fische, Schnecken, Garnelen, Turmdeckelschnecken und auch Aquarianer bestimmten die organische Belastung des Ökosystems. Diese muss im Gleichgewicht mit Pflanzen und den anderen Komponenten stehen. Sonst ‚kippt‘ das System.

Schließlich kommt der Bodengrund. Grabende Fische sorgen für Zirkulation und sind ebenfalls Siedlungsraum für Mikroorganismen. Stimmt der Bodengrund nicht, so kann das zahlreiche Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Die Ausscheidungen hingegen regulieren die Wasserchemie. Sie verhindern vor allem das Faulen des Bodengrundes. Denn zahlreiche Bakterien ernähren sich von den Ausscheidungen, die sich im Boden ablagern. Die Bakterien wiederum ernähren sich von diesen, lockern den Untergrund und tragen so zu einer natürlichen Reinigung des Systems bei. Schließlich der Filter. Dieser reduziert das Ausscheiden von Giftstoffen und verhindert somit die Intoxikation der Aquariumbewohner. Außerdem wird mit dem Filter die Beleuchtungsstärke, die Temperatur und auch der Wasserparameter reguliert.

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