Aquarien sind geschlossene Ökosysteme

Das macht sie komplex, empfindlich und autark. Doch ein jedes Ökosystem besteht aus zahlreichen und vielfĂ€ltigen Komponenten, die in wechselseitiger Beziehung zu einander stehen, sich gegenseitig beeinflussen, im Positiven wie im Negativen, und dazu beitragen, dass das in sich geschlossene Ökosystem ausgeglichen ist.

Die Komponenten

Was sind also die zentralen Komponenten, die im Gleichgewicht zu einander stehen mĂŒssen, möchte man sich mit einem gesunden Aquarium verwöhnen und seinen Fischen eine gesunde Umgebung und Lebensraum schaffen und geben? Die wichtigsten Komponenten sind:

  • Licht
  • Wasserchemie
  • Futter
  • Pflanzen
  • Fische, Schnecken und Garnelen
  • Bodengrund
  • Ausscheidungen
  • Filter sowie
  • Aquarianer.

Perfekt aufeinander abgestimmt

Ein Aquarium besteht aus zahlreichen Komponenten, darunter u.a. Filter, Heizstab, Beleuchtung und mehr. Auch die Fische als solche wirken sich auf das Ökosystem aus. Doch es ist gar nicht so einfach diese ganzen Komponenten miteinander in ein ausgewogenes und ausgeglichenes VerhĂ€ltnis zu bringen. Denn das ist Voraussetzung fĂŒr ein stabiles Ökosystem.

Man kann es sich vorstellen wie ein MobilĂ©. Nur wenn jede einzelne Komponente in Balance zur anderen steht, ist das System ausgeglichen. GerĂ€t eine dieser Komponenten ins Ungleichgewicht, so wirkt es sich auf das Gesamtsystem aus. Die Folge fĂŒr das Ökosystem Aquarium sind Algenbefall und damit einhergehend Fischkrankheiten.

Wie beeinflussen diese Faktoren das Ökosystem?

Das Licht wirkt sich auf das Wachstum der Pflanzen auf sowie es ebenfalls das Verhalten der Fische beeinflusst. Ähnliches gilt fĂŒr die Wasserchemie. Sie ist die Grundlage fĂŒr die Gesundheit und Entwicklung der Aquarienbewohner sowie der Aufbau / die Produktion von Filterbakterien begĂŒnstigt wird. Das Futter ist nicht nur Grundlage fĂŒr Fische, Schnecken und Garnelen sondern trĂ€gt ebenfalls zum Erhalt der Filterbakterien bei und wirkt somit nachtrĂ€glich auf die Wasserchemie. Ein unmittelbar Zusammenhang.

Die Pflanzen hingegen sind die Mikroorganismen, die die Filterbakterien kontrollieren und auf natĂŒrliche Weise das Wasser reinigen. Besonders der CO2 wie O2 Gehalt des Wassers wird maßgeblich durch die Pflanzen bestimmt. Ebenfalls sind die Lebewesen des Aquariums sorgfĂ€ltig auszuwĂ€hlen. Ein einfaches ‚3 x roter, 2 x gelber und 6 x blauer‘ Fisch sind nicht ausreichend, wenn man sich Gedanken um die BestĂŒckung seines Aquariums macht. Fische, Schnecken, Garnelen, Turmdeckelschnecken und auch Aquarianer bestimmten die organische Belastung des Ökosystems. Diese muss im Gleichgewicht mit Pflanzen und den anderen Komponenten stehen. Sonst ‚kippt‘ das System.

Schließlich kommt der Bodengrund. Grabende Fische sorgen fĂŒr Zirkulation und sind ebenfalls Siedlungsraum fĂŒr Mikroorganismen. Stimmt der Bodengrund nicht, so kann das zahlreiche Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Die Ausscheidungen hingegen regulieren die Wasserchemie. Sie verhindern vor allem das Faulen des Bodengrundes. Denn zahlreiche Bakterien ernĂ€hren sich von den Ausscheidungen, die sich im Boden ablagern. Die Bakterien wiederum ernĂ€hren sich von diesen, lockern den Untergrund und tragen so zu einer natĂŒrlichen Reinigung des Systems bei. Schließlich der Filter. Dieser reduziert das Ausscheiden von Giftstoffen und verhindert somit die Intoxikation der Aquariumbewohner. Außerdem wird mit dem Filter die BeleuchtungsstĂ€rke, die Temperatur und auch der Wasserparameter reguliert.