Aquarium Nitrat

Als Nitrate werden die Salze der Salpetersäure (HNO3) bezeichnet. Diese sind also Stickstoff Sauerstoffverbindungen die als NO2 vorliegen.

In Aquarien entstehen sie durch den bakteriellen Abbau von Stoffwechselprodukten der Fische. Wobei Eiweißverbindungen erst in ihre Aminosäuren gespalten werden und dann über Ammonium und Nitrit zu Nitrat oxidiert werden.

Was bewirkt Nitrat im Aquarienwasser

Nitrat ist ein so genanntes Nährsalz. Diese Salze werden als Närhstoffe von Pflanzen verstoffwechselt und sorgen als Dünger dafür, dass Pflanzen besser wachsen können. Daher kann eine zu hohe Nitratversorgung ein erhöhtes Algenwachstum zur Folge haben.

Andere Wasserpflanzen reagieren jedoch empfindlich auf erhöhte Nitratwerte, so dass ihr Wachstum sogar gestört werden kann. Diese Pflanzen neigen dann zu einem erhöhtem Lichtbedarf und ihr Längenwachstum steigt um der Lichtquelle entgegen zu wachsen. Jedoch verlieren sie in den unteren Regionen, an die nicht genügend Licht kommt, an Blättern oder sterben sogar ganz ab.

Wird die Lichtintensität nun gesteigert steigt das Algenwachstum nur noch weiter an.  Zudem besteht, bei einem erhöhtem Nitratgehalt im Wasser, die Gefahr, dass Nitrat zu dem giftigen Nitrit reduziert wird. Dieses Nitrit kann dann das Wachstum der Fische hemmen und zudem ihr Immunsystem schwächen.

Messung des Nitratgehaltes

Für eine Messung des Nitratgehaltes bietet der Fachhandel verschiedene Testverfahren an. Hierbei wird entweder eine Wasserprobe aus dem Aquarium mit Reagenzien behandelt oder aber ein Teststäbchen in das Aquariumwasser gehalten. Die Reagenzien bilden dann farbige Verbindungen mit dem Nitrat, so dass der Nitratgehalt, an Hand der Färbung des Wassers oder des Teststreifens, quantifiziert werden kann.

Werte von 0-50 mg/l sind in den meisten Fällen unbedenklich, wohingegen Werte über 100 mg/l Tiere und Pflanzen im Aquarium negativ beeinflussen können.

Maßnahmen gegen zu hohe Nitratgehalte

Als Maßnahmen gegen zu hohe Nitratgehalte sind Ionenaustauscher und die bakterielle Denitrifikation zu nennen.

Ionenaustauscher funktionieren mit Hilfe spezieller Harze, die dafür sorgen, dass Nitrat- gegen Chloridionen ausgetauscht werden. Dadurch reichert sich jedoch Chlorid im Wasser an, welches, im Gegensatz zu Nitrat,nicht biologisch abbaubar ist. Hier hilft dann nur ein Wasserwechsel.

Bei der bakteriellen Denitrifikation wird dem Nitrat der Sauerstoff durch Bakterien entzogen. Es entsteht Stickstoff, welcher als harmloses Gas aufsteigt und das Aquarium verlässt. Dieser Prozess findet jedoch nur statt, wenn die Bakterien nicht mehr genug frei verfügbaren Sauerstoff finden, sodass hier spezielle Denitrifikationsfilter zum Einsatz kommen.

Bei diesen wird ein Teil des, durch den normalen Filter geleiteten, Wassers abgezweigt und langsam durch einen Extrafilter geleitet. Hier wird es nun mit Kohlenhydraten angereichert, für deren Abbau die Bakterien Sauerstoff benötigen. Ist der freie Sauerstoff im Wasser aufgebraucht, wird der Sauerstoff aus dem Nitrat genutzt, so dass das Nitrat ohne ein Austauschprodukt entfernt wird. Es ist jedoch zu beachten, dass ein Anstieg von organischen Kohlenhydratverbindungen im Wasser auch zu einem Anstieg der Keimzahl führen kann, was für immungeschwächte oder sehr junge Tiere ein Problem darstellen kann.

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