Aquarium mit LED

Pflanzen gewinnen aus Licht Energie durch Photosynthese und auch der Besatz braucht Licht zum Leben. Allerdings gibt es oft Missverständnisse über die Lichtstärke. Um die Missverständnisse aus dem Weg zu räumen klären wir hier nun die wichtigsten Fragen.

  • Wieviel Lumen brauche ich?
  • Kann ich mein Aquarium mit LED’s beleuchten?
  • Welche LED’s kann ich nehmen?
  • Wie viele LED’s für mein Becken?
  • Welches Netzteil sollte ich nehmen?
  • Wie groß muss die Kühlung für meine LED’s sein?
  • Wie werden die LED’s angeschlossen?
  • Wie kann ich meine LED’s dimmen?
  • Auf was muss ich achten wenn ich LED’s einsetze?

Es muss beachtet werden, dass jedes Becken unterschiedlich ist. Und es gibt auch nahezu unendlich viele Möglichkeiten die Beleuchtung eines Beckens zu realisieren. Eines der Probleme ist, dass man oft von relativen Angaben liest, wie “viel, mittel oder schwach”. Diese Angaben sind natürlich sehr wage und helfen keinem wirklich weiter.

Welche LED Arten gibt es?

Zum einen gibt es LED’s mit Konstantstrom und zum Anderen LED’s mit Konstantspannung.

 

LED mit Konstantstrom

Diese Art wird mit einem speziellem LED Treiber und natürlich einem Netzgerät betrieben.

Wie der Name schon sagt brauchen diese LED’s einen konstanten Strom. Das Dimmen dieser LED’s erfolgt über ein dimmbares Netzgerät welches auch einen PWM Anschluss besitzt. Die durchschnittliche Lichtleistung ist ca. 125lm/W.

 

LED mit Konstantspannung

Diese werden in der Regel mit 12V oder 24V betrieben. Durch ein reduzieren der Spannung ist es möglich diese LED’s zu dimmen. Natürlich ist es auch möglich dies über einen PWM zu realisieren. Die durchschnittliche Lichtleistung ist ca. 95lm/W.

 

Beleuchtung eines Aquariums mittels LED

Wenn der Entschluss gefasst wurde das Aquarium mit LED zu beleuchten, sollte der Einsatz von Marken-LED bevorzugt werden. Ein Blick in das Datenblatt ist oft mehr als nur hilfreich. Auch der Preisunterschied fällt oft nicht ins Gewicht.

 

Berechnung der Beleuchtung

Leuchtstoffröhren strahlen das Licht rundherum ab, was natürlich bedeutet das auch eine Menge Licht noch oben abgestrahlt wird und dadurch verloren geht. Auch der Einsatz von Reflektoren mindert es nur wenig. Viele LED haben einen Abstrahlwinkel von 120° und strahlen so direkt ins Aquarium.

Die Frage ist jetzt natürlich, wieviel Lumen benötige ich jetzt? Der “Idealwert”, wenn man es so nennen möchte, liegt zwischen 20 bis 40lm/l. Beachtet werden muss hier, das durch das Wasser auch ein Teil des Lichtes absorbiert wird, daher als Richtwerte unter 40cm Höhe 20-30lm/l und alles über 50cm von 30-45lm/l.

 

Beispielrechnung

Als Grundlage dient uns hier ein Becken mit den Maßen 80x40x40 cm.

Daraus ergibt sich:

128 l Bruttovolumen

Natürlich könnte man nun noch die ca. 5 cm abziehen da ein Becken ja nie bis zur Kante gefüllt wird, aber das lassen wir mal außen vor. Diese 128l multiplizieren wir nun mit 35lm/l, dies ergibt 4480 Lumen. Jetzt ist bekannt wieviel Lumen wir benötigen. Jetzt geht es an die Auswahl der Leuchtmittel. Wir haben uns für einen LED Stripe von Amazon entschieden   (http://amzn.to/1LbngWW * ) dieser hat 720lm/m. Wir benötigen für unser Beispiel 4480 Lumen / 720lm/m = 6,22 m.

Also haben wir den Artikel zweimal bestellt. Für den Rest finden wir sicher noch eine Verwendung 😉 . Eingesetzt haben wir 7m, diese haben nun 5040lm.

 

LED anschließen

Mit den LED Stripes ( flexible Bänder) sollte das Anschließen kein Problem darstellen, da hier die Informationen ( Pluspol & Minuspol ) aufgedruckt sind. Wenn nun wie in unserem Fall 2 Bänder miteinander verbunden werden sollen muss auf die richtige Polarität geachtet werden. Immer Plus an Plus und Minus an Minus.

 

Auswahl des Netzteils

Es hängt natürlich stark davon ab welche LED eingesetzt werden. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Netzgerät genügend Leistung hat. Die 7m die wir benutzen haben 100,8 W  und wir haben uns für dieses entschieden (wurde aus dem Sortiment genommen).

Dimmen der LED

Ein dimmen der LED ist in diesem Beispiel nicht möglich auf Grund der Hardware, es war aber auch nicht gewünscht. Es wird hier eine andere Vorgehensweise angestrebt und zwar werden in Zukunft einzelne LED ausgeschaltet. Dies geschieht mittels Arduino und noch einiger anderer Komponenten. Dazu aber später mehr.

Sonstige Hinweise

Es muss natürlich auch einiges beachtet werden. Gerade die Wärmeentwicklung der LED sollte nicht unbeachtet bleiben. Wir haben unsere auf einen Alukühlkörper befestigt.

Ich für meinen Teil setze gerne LED’s ein weil ich hier vielmehr Möglichkeiten habe. Und ich kann sagen alle Pflanzen und Tiere fühlen sich wohl.

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