Aquarium gestalten

Bevor man zur Gestaltung seines Aquariums schreitet, fertigt man sich am besten eine Art Planskizze an und hält darauf fest, welche Dekorationsstücke wo angebracht werden sollen. Und dasselbe gilt natürlich für das technische Zubehör: Man ist gut beraten, wenn man von vornherein festlegt, wo die Schläuche der Filterpumpe verlaufen werden, auf welcher Seite man den Ausströmerstein setzen wird und wo sich der Heizer und die ganzen anderen Gerätschaften befinden sollen, die zur Pflege von Aquarienfischen unerlässlich sind.

Und auch das Material für den Bodengrund will bedacht werden. Denn erstens muss er den Bedürfnissen der Beckeninsassen gerecht werden und zweitens ins Gesamtbild des jeweiligen Aquarientyps passen.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein Bodengrund aus Korallensand ist zwar ideal für ein tropisches Meerwasserbecken und trägt darin zur Stabilisierung des pH-Werts bei, gehört aber nicht in ein Aquarium mit weichem Süßwasser. Übrigens haben auch Korallenäste oder andere Riffdekorationen genauso wenig darin zu suchen und sind schlichtweg geschmacklos.

Was die Farbe angeht, so ist es empfehlenswert, natürlichen Bodengründen nachzueifern, wo keine schreienden Kontraste herrschen und ein eher dezenter Ton angesagt ist. Außerdem bringt ein dunkler Untergrund die Farben der Fische und das Grün der Pflanzen besser zur Geltung.

Wer unbedingt auf Abwechslung besteht, kann ja nachträglich immer noch ein paar Steine anbringen, die sich etwas von der Farbe des Beckenbodens abheben.

Wie man das Aquarium einrichtet

Beim Aufschütten des Bodensubstrats gilt es zu beachten, dass es tief und dicht genug sein muss, dass sich die Pflanzen fest mit ihren Wurzeln darin verankern können, andererseits aber genügend kleine Hohlräume vorhanden sein müssen, damit das Wasser ungehindert zirkulieren kann und jeder Quadratzentimeter ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Um eine räumliche Tiefenwirkung zu erzielen, bietet es sich an, den Boden nach hinten ansteigen zu lassen, wobei man terrassenförmig bauen und die Terrassen mit Steinen abstützen sollte, damit das Ganze auch stabil genug ist. Solche Terrassen eignen sich übrigens auch ideal zum Verdecken von Schläuchen und Filtertöpfen und kommen den Hintergrundpflanzen entgegen, die für ihre Wurzeln einen tieferen Bodengrund brauchen als die niedrigen Pflanzen, die an der Frontscheibe stehen.

Was nun die Dekoration angeht, so empfiehlt es sich bei Aufbauten aus Steinen, eine Styroporplatte unterzulegen, um Verspannungen des Glasbodens zu vermeiden, wie es im Übrigen auch ratsam ist, Steine stets so aufzuschichten, dass sie möglichst natürlich wirken.

Man sollte überhaupt nur natürliche Materialien zur Gestaltung des Aquariums verwenden; wem die Moorkienwurzeln zu teuer sind, der sollte einfach einmal beim nächsten Waldspaziergang die Augen gut offen halten, und wer weiß, vielleicht findet man einen kleinen Wurzelstock, der genau das Richtige für das Becken ist.

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