Aquarium Fische

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Die meisten Anfänger dieses wunderschönen Hobbys suchen sich Aquarium Fische nach dem Aussehen aus und kaufen gleichzeitig ein Aquarium. Es wird dann schnell eingerichtet und die Fische eingesetzt. Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass nach diesem Vorgehen die Fische schnell verenden. Hierbei ist meist ein Überbesatz, falsche Wasserwerte und die falsche Aquariumgröße schuld.

Was ist zu beachten um ein Aquarium für Fische bewohnbar zu machen?

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Wasserwerte und das Aquarium für Fische anzupassen. Beziehungsweise die Fische nur nach den vorhandenen Werten und Gegebenheiten auszusuchen. Geduld ist eins der Dinge die sich ein frischer Aquarianer zuerst aneignen sollte.

Wie werden die Wasserwerte ermittelt?

Die Wasserwerte die vor Ort herrschen können in der Regel schon vorab im Internet beim jeweiligen Wasseranbieter in Erfahrung gebracht werden. Für das Aquarium in dem Fische gehalten werden sollen sind folgende Werte interessant: Nitrit, Nitrat, Ammonium, Ph-Wert, Gesamthärte, Karbonhärte, Kupfer, Blei, Eisen und noch einige mehr.

Die Wasserwerte können auch selbst getestet werden. Hierzu empfiehlt sich ein sogenannter Tröpfchentest. Dieser liefert genauere Ergebnisse als der Stäbchentest. Sind die Wasserwerte bestimmt, oder in Erfahrung gebracht sollte man sich für die Größe des Aquariums entscheiden. Die meisten Anfänger beginnen mit kleinen Aquarien wie einem 60 l Becken. Hierzu ist jedoch zu sagen: Die meisten Fische sind für ein 60 l Aquarium nicht geeignet. Die Auswahl ist nicht sehr groß. Außerdem ist es einfacher ein größeres Becken zu pflegen, da in der Regel das Ökosystem und die Wasserwerte stabiler bleiben. Somit ist es auch wesentlich geeigneter für Anfänger.

Als Beispiel welche Fische für ein 60 l Aquarium geeignet sind (die Wasserwerte sind hier nicht beachtet):

  • Kardinalsfische (Kaltwasser)
  • Perlhuhnbärblinge
  • Endler Guppys
  • Feenbärblinge
  • Funkensalmler
  • einige Killifische (Artenbecken)
  • Betta Wildfänge (Artenbecken)
  • Betta Splendens (Einzelhaltung) die Bettas mögen es allerdings eher kleiner (ca. 30l)
  • Dario Arten (Artenbecken)

Diese Liste zeigt, dass die Auswahl nicht wirklich groß ist. Also bitte, bitte vor der Anschaffung des Beckens genau überlegen und mit den Wasserwerten zusammen den Besatz bestimmen. Es gibt viele Empfehlungen, in denen auch weitere Fische in 60 l Becken gehalten werden können. Diese sind aber in der Regel veraltet.

 

Ein paar Pflanzen und Deko kann ja nicht so schwer sein

Ist das abgehakt, kann das Becken eingerichtet werden. Hier muss man sich dann an die Haltungsanforderungen der gewählten Fische richten. So mögen es Bettas zb. eher dunkel mit vielen Versteckmöglichkeiten während Welse Sand und Wurzeln brauchen. Die meisten Barscharten benötigen Höhlen um abzulaichen. Wenn der Guppynachwuchs überleben soll ist es wichtig, dass die Bepflanzung an der Oberfläche dicht gewählt ist. So haben die Babys ausreichend Versteckmöglichkeiten. Bitte aber auch daran denken, dass der Nachwuchs später Platz braucht. Man findet nicht für alle Fische Abnehmer.

Das Aquarium für Fische einzurichten ist nicht schwierig, wenn man sich mit den Bedürfnissen der einzelnen Arten auseinandersetzt.

Filter und Licht

In den meisten Fällen ist das Filter- und Beleuchtungssystem beim Kauf des Beckens dabei. Ist das nicht der Fall sollte man sich auch hier genau informieren, welche Ansprüche die jeweiligen Fische haben und welche Filter bzw. Lampen zur Beckengröße passen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dekoration. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Anfänger ihr Aquarium für Fische am liebsten bunt und künstlich anlegen. Hier ist eindeutig vor zu warnen. Bunter Kies ist fast immer mit Kunststoff ummantelt. Dieser löst sich nach einiger Zeit und gibt nicht sichtbare Stoffe an das Wasser ab, welche für den Besatz sehr gefährlich werden können. Ebenso ist es mit künstlichen Dekoelementen wie Schatztruhen, künstliche Pflanzen oder Felsen, Figuren usw.

Diese beginnen nach der Zeit zu schimmeln und giftige Stoffe abzugeben. Ein natürlich angelegtes Aquarium für Fische ist nicht nur schöner anzusehen, sondern gibt den Bewohnern des Beckens auch mehr Lebensqualität und somit eine höhere Lebenserwartung.

 

Nun kann es los gehen

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Ist das Becken eingerichtet kann es befüllt werden. Hat man sich für Sand entschieden muss man etwas vorsichtiger vorgehen um ein zu starkes Aufwirbeln möglichst zu vermeiden.

Jetzt können in der Regel schon Schnecken einziehen. Diese sollten am besten auch schon gefüttert werden um die nützlichen und notwendigen Filterbakterien zu züchten. Diese sind dringend notwendig um das Gleichgewicht im Wasser herzustellen.

Die Fische dürfen erst einziehen, nachdem das Becken eingefahren ist. Diese Phase dauert in der Regel 1-2 Wochen. In dieser Zeit sollte kein Wasserwechsel erfolgen und die Wasserwerte sollten immer wieder überprüft werden. Ist der sogenannte „Nitritpeak“ (ein kurzer Spitzenwert von Nitrit, welches hochgiftig für Fische ist) vorbei und die Wasserwerte haben sich stabilisiert können die Fische einziehen.

Hält man sich nun an die nötige Pflege, hat man lange etwas von einem schönen Aquarium für Fische.

 

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