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3. Januar 2017 Wasserpflanzen im Aquarium

Die Aquarien Pflanzen ziehen ein

Ohne die passenden Wasserpflanzen funktioniert kein Aquarium. Die Pflanzen sollten immer mit der gleichen Sorgfalt wie die Fische ausgesucht werden.

Wasserpflanzen fĂŒr ein gutes Klima im Becken

Wasserpflanzen im Aquarium
Wasserpflanzen im Aquarium

Kennst Du das Sprichwort: „Geschmack kann man sich nicht kaufen?“ Das trifft auch auf die Pflanzen im Aquarium zu. Zum perfekten Aquarium gehören einfach echte Pflanzen dazu.

Plastikpflanzen können die wichtigen Aufgaben nicht erfĂŒllen. Die grĂŒne Unterwasserwelt entzieht dem Wasser Stoffe, die fĂŒr die Fische durchaus schĂ€dlich werden können, vor allem Phosphate und Stickstoffverbindungen.

Gleichzeitig produzieren die Pflanzen unter Lichteinfluss den fĂŒr die Fische lebensnotwendigen Sauerstoff.

Es gibt Fischarten, die gerne an den Aquarienpflanzen knabbern, weil die Wasserpflanzen eine willkommene Zusatznahrung fĂŒr sie sind. Außerdem bieten die Pflanzen eine Versteckmöglichkeit fĂŒr die Tiere und eine gute Ablaichmöglichkeit.

Besonders gerne legen zum Beispiel die Schmetterlingsbuntbarsche und die Skalare ihre Eier auf den BlĂ€ttern ab. Du darfst auch nicht vergessen, dass ein schön bepflanztes Becken neben all diesen Vorteilen fĂŒr die Fische und die WasserqualitĂ€t eine fantastische Augenweide fĂŒr Dich ist.

Ein optisch ansprechendes Ergebnis bekommst Du aber nur mit echten Wasserpflanzen und mit ein bisschen Pflege.

Die Auswahl der Wasserpflanzen

Bei der Auswahl der Aquarienpflanzen musst Du verschiedene Faktoren berĂŒcksichtigen. Wichtig ist die BeckengrĂ¶ĂŸe. In ein kleines Becken setzt Du klein bleibende Pflanzen und verwendest als speziellen Blickfang eine große SolitĂ€rpflanze, etwa eine Gitterpflanze.

Eine wichtige Rolle spielt die BeleuchtungsstĂ€rke. Manche Pflanzen begnĂŒgen sich mit wenig Licht, andere brauchen jedoch eine hohe BeleuchtungsstĂ€rke. Mit wenig Licht gedeihen die Wasserkelche, viel Licht benötigen die Amazonaspflanzen. Nicht vergessen darfst Du die WasserqualitĂ€t.

Viele Aquarienpflanzen wachsen in weichem und leicht saurem Wasser viel besser als in hartem, alkalischem Wasser. Die Wasserwerte in Deinem Becken beeinflussen deshalb Deine Auswahl beim Pflanzenkauf. Das letzte Wort haben die Aquarienbewohner.

Einige Fische sind Pflanzenfresser und setzen den Pflanzen ganz schön zu. In diesem Fall solltest Du auf feinfiedrige Pflanzen verzichten und Dich fĂŒr robuste und starkwĂŒchsige Arten entscheiden.

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Empfehlenswerte und leicht zu pflegende Aquarienpflanzen

Nicht jeder HobbygĂ€rtner hat einen grĂŒnen Daumen und das gilt auch fĂŒr manchen Aquarianer. So sehr man sich auch bemĂŒht, irgendwie wirken die Pflanzen klein und blass oder wollen nicht richtig wachsen.

Die folgenden Pflanzen sind robust, leicht zu pflegen, das ganze Jahr ĂŒber im Sortiment zu finden und selbst Neulinge unter den Aquarienfreunden kommen mit diesen Wasserpflanzen gut zurecht:

    • Verschiedene Arten der Wasserkelche – brauchen weiches Wasser, kommen aber mit wenig Licht aus
    • Sumatrafarn und Javafarn – sehr wuchsfreudig
    • Rosettenartig wachsende Amazonaspflanzen – sind sehr robust
    • Verschiedene Arten des Wasserfreundes – wachsen besonders schnell
    • Vallisnerien – recht anspruchslos
    • Feinfiedrige HornblattgewĂ€chse – treiben normalerweise frei im Wasser und bilden dichte BestĂ€nde

Aquarienpflanzen richtig transportieren

Online-Shopping wird immer beliebter. Schnell, bequem und rund um die Uhr kannst Du bestellen und die Ware wird Dir nach Hause geliefert. SelbstverstĂ€ndlich kannst Du auch Pflanzen fĂŒr Dein Aquarium online bestellen.

Die Auswahl ist groß und seriöse Anbieter verschicken die Pflanzen fachmĂ€nnisch verpackt. Kaufst Du die Wasserpflanzen bei einem regionalen HĂ€ndler oder im ZoofachgeschĂ€ft, solltest Du darauf achten, dass die Pflanzen am Heimweg keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Viele Aquarienpflanzen kannst Du in PlastiktĂŒten mit Wasser oder in nasses Papier eingeschlagen transportieren.

Aquarienpflanzen richtig einsetzen

Pinzette zum setzen der WasserpflanzenSetze die Wasserpflanzen bald nach dem Kauf ein. Die Pflanzen werden aus der Verpackung genommen und alles entfernt, was nicht zur Pflanze gehört. Dann schneidest Du mit einer scharfen Schere die Wurzeln ungefĂ€hr um die HĂ€lfte zurĂŒck, wodurch die neue Wurzelbildung gefördert wird.

Die Pflanzen spĂŒlst Du anschließend unter fließendem, lauwarmen Wasser ab, um anhaftendes Material zu entfernen.

Um die Pflanzen einzusetzen, bohrst Du mit dem Finger ein Pflanzenloch im Bodengrund aus und setzt die Wurzeln hinein. Dann verteilst Du etwas Bodengrund ĂŒber den Wurzeln und drĂŒckst den Bodengrund neben der Pflanze fest. Ist der Wasserstand noch zu gering, fĂŒllst Du nun vorsichtig Wasser auf.

Beim Bepflanzen des Beckens sollte im Vordergrund viel Schwimmraum zur VerfĂŒgung stehen. Deshalb setzt Du hier klein bleibende, rasenbildende Arten wie die Zwergsagittarie oder den Kleinen Wasserkelch. FĂŒr den Hintergrund wĂ€hlst Du Pflanzen, die in die Höhe wachsen, wie beispielsweise der Riesenwasserfreund oder die Krause WasserĂ€hre.

Information
Wenn Du das Aquarium neu einrichtest, mischt Du den Bodengrund mit WasserpflanzendĂŒngergranulat. Wichtig dabei ist, dass Du Dich genau an die Herstellerangaben an der Produktpackung hĂ€ltst.

Untersuche vor dem Einsetzen Deine Wasserpflanzen auf kleine Wasserschnecken und Schneckenlaich.

Hast du Schneckenlaich entdeckt, gibst Du die Aquarienpflanzen fĂŒr einige Zeit in ein separates GefĂ€ĂŸ und gibst ein Mittel gegen Schnecken dazu. So schleppst Du keine unerwĂŒnschten Untermieter in Dein Becken ein.

MĂŒssen Aquarienpflanzen regelmĂ€ĂŸig gedĂŒngt werden?

Aquarienpflanzen wachsen in einem Becken mit Fischbesatz im Normalfall auch ohne regelmĂ€ĂŸige DĂŒngung. Die Fische produzieren nĂ€mlich ausreichend organische Stoffe, die die Pflanzen mit Nahrung versorgen. Manchmal kommt es jedoch zu einem Eisenmangel, denn Du aber mit einem EisendĂŒnger beheben kannst.

Willst Du das Pflanzenwachstum fördern, kannst Du eine DĂŒngung mit Kohlendioxid durchfĂŒhren. Hast Du vielleicht ein HollĂ€ndisches Aquarium, also ein Pflanzenaquarium ohne Fischbesatz, dann ist es ratsam, dass Du regelmĂ€ĂŸig einen WasserpflanzendĂŒnger verwendest. Sonst kann es leicht zu einem NĂ€hrstoffmangel kommen.

Es reicht, wenn Du alle vier Wochen dĂŒngst. Achte darauf, dass Du nicht ĂŒberdĂŒngst. Zu viel des Guten lĂ€sst die Algen schnell wachsen. Algen brauchen die gleichen NĂ€hrstoffe wie die Wasserpflanzen, sie vermehren sich allerdings wesentlich schneller.

Kohlenstoffdioxid zur PflanzendĂŒngung

Aquarium dĂŒngen mit CO2
Aquarium dĂŒngen mit CO2

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Aquarium mit CO2 zu versorgen. Karbonatoren sind kleine GefĂ€ĂŸe, die Du direkt in das Aquarium stellen kannst. In den GefĂ€ĂŸen befinden sich Patronen, die ungefĂ€hrliche chemische Substanzen enthalten, welche miteinander reagieren.

Bei dieser Reaktion entsteht CO2. Die Karbonatoren arbeiten ohne Strom und brauchen keine Gasdruckflaschen, haben jedoch den großen Nachteil, dass sie die abgegebene CO2-Menge nicht dosieren können und die Patrone alle vier bis neun Wochen ausgetauscht werden muss.

Empfehlenswerter sind deshalb CO2-DĂŒngeanlagen, bei denen CO2 aus einer Druckflasche mit einem Schlauch und ĂŒber druckmindernde Ventile in das Becken geleitet wird. Über die Ventile kannst Du die zugefĂŒhrte Menge CO2 dosieren.

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum so viele Aquarienbesitzer die Pflanzen mit Kohlenstoffdioxid dĂŒngen?

Die Pflanzen brauchen neben Licht, WĂ€rme und NĂ€hrstoffen Kohlenstoffdioxid fĂŒr das Wachstum. Es wird von den Fischen bei der Atmung ausgeschieden. Diese von den Fischen produzierte Menge reicht aber fĂŒr ein dicht bepflanztes Becken nicht aus.

Die Folge ist, dass die Wasserpflanzen nicht optimal wachsen. Wenn Du Dich fĂŒr eine Kohlenstoffdioxid-DĂŒngung entschieden hast, musst Du ein paar Dinge beachten: Achte unbedingt darauf, dass die optimale Dauerkonzentration zwischen fĂŒnf und fĂŒnfzehn Milligramm Kohlenstoffdioxid pro Liter Wasser liegt. Eine höhere Konzentration ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum kann fĂŒr Deine Fische schĂ€dlich sein.

Findet wĂ€hrend den Nachtstunden auf Grund des Lichtmangels keine Fotosynthese statt und wird somit auch kein Kohlenstoffdioxid abgebaut, kann der Kohlendioxidgehalt zu hoch ansteigen. Um das zu verhindern, solltest Du nachts eine zusĂ€tzliche Beleuchtung des Beckens ĂŒber eine Zeitschaltuhr vornehmen und die CO2-DĂŒngung nur tagsĂŒber durchfĂŒhren.

Aquarienpflanzen vermehren

Die meisten Wasserpflanzen kannst Du selbst vermehren. Viele Aquarienpflanzen kannst Du durch das Abschneiden von AuslÀufern vermehren. AuslÀufer sind kleine Jungpflanzen, die an den Enden von Wurzeln wachsen. Ohne Probleme funktioniert diese Art der Vermehrung zum Beispiel bei den Wasserschrauben-Arten.

Bei einigen Arten, beispielsweise den Wasserpest-Vertretern, ist es möglich, dass aus einem StĂ€ngelbruchstĂŒck eine eigenstĂ€ndige, voll entwickelte Pflanze wĂ€chst. Dazu brauchst Du nur den abgebrochenen Spross in den Bodengrund stecken, wo er dann eigenstĂ€ndig Wurzeln bildet.

Eine Vermehrung kann auch ĂŒber die sogenannte Adventivpflanze erfolgen. Es bilden sich dabei direkt an den Altpflanzen junge Pflanzen, die Du nur abtrennen und einpflanzen musst. Das ist beim Sumatrafarn oder auch bei den Echinodorus-Arten.

Folgendes solltest Du ebenfalls beachten: Kohlendioxid ist im Wasser nicht als Gas vorhanden, sondern als SĂ€ure gelöst. Deshalb verĂ€nderst Du mit der Kohlenstoffdioxid-DĂŒngung den pH-Wert Deines Aquariumwassers. Du musst den pH-Wert aus diesem Grund in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden kontrollieren.

Stören Schwimmpflanzen die Fische?

Aquarium Beleuchtung
Beleuchtung im Aquarium ist wichtig fĂŒr das Pflanzenwachstum

Die Muschelblume gehört zu den beliebtesten Schwimmpflanzen. Schwimmpflanzen stören die Fische nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Diese Pflanzen bieten einige Vorteile fĂŒr die Fische. Schwimmpflanzen sind willkommene EiablageplĂ€tze und gute Versteckmöglichkeiten fĂŒr Jungtiere.

Sie machen auch den lÀstigen Algen Konkurrenz und sie mildern eine helle Beckenbeleuchtung, was besonders den Antennenwelsen entgegenkommt, weil diese Fische gedÀmpftes Licht bevorzugen.

 

 

 

 

Information
Verwende keine Pflanzen aus der Natur. Gib keine Wasserpflanzen aus der Natur oder aus einem Gartenteich in Dein Aquarium.

Damit könntest Du Bakterien oder Parasiten in das Becken einschleppen. Diese Pflanzen haben auch oft unerwĂŒnschte Bewohner wie Larven oder Eier von der Libelle oder dem GelbrandkĂ€fer, die den Fischen gefĂ€hrlich werden können.

Die Beleuchtung sollte mindestens 0,5 Watt pro Liter Wasser betragen. Du kannst eine zweite Leuchtstoffröhre einbauen oder eine Abdeckung mit zwei Röhren kaufen. Wichtig ist neben der LeuchtstÀrke auch die QualitÀt des Lichtes. Um gut wachsen zu können, benötigen die Wasserpflanzen Strahlung im blauen und roten Bereich.

Im Handel erhÀltst Du Pflanzenleuchtröhren, deren Lichtspektrum speziell das Wachstum der Pflanzen fördern.

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