Aquarium Beleuchtung

In Aquarien werden in der Regel Leuchtstoffröhren zur Beleuchtung verwendet, wobei die Verbreitung von so genannten Quecksilberdampflampen (HQL-Lampen) geringer wird, da die Halogenmetalldampflampen (HQI-Brenner) eine bessere Lichtleistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch bieten. Bei einem Becken über 50 cm Höhe werden nur die HQI-Brenner empfohlen, der Grund hierfür liegt darin, dass die Stärke des Lichtes mit steigender Tiefe im Becken abnimmt.

Mit Hilfe von Leuchtstoffröhren, die spezielle für die Beleuchtung im Aquarium hergestellt wurden, kann man die natürlichen Lichtverhältnisse im Aquarium simulieren, je nachdem, um welche Art Becken es sich handelt, beispielsweise ein Tropenaquarium, so lässt sich die Tropensonne nachahmen. Je nach Auswahl der Spektralfarben des Leuchtmittels wird zum einen auf das Wachstum der Wasserpflanzen eingewirkt, zum anderen aber auch auf das Wachstum von Algen. Bei der Einwirkung auf die Wasserpflanzen handelt es sich um eine positive Auswirkung, bei den Algen eher um eine negative.

Dabei unterstützen insbesondere Leuchtstoffröhren mit einem höheren Anteil an Blau- und Rottönen das Algenwachstum. Diese werden eingesetzt, um die Sichtbarkeit von roten und blauen Korallen und Fischen zu verstärken. Die am häufigsten verwendeten Beleuchtungsmittel sind die mit einem Vollspektrum, welche das Sonnenlicht nachahmen und so vergleichbare Farbverhältnisse schaffen.

Verbreitet kommen auch Steuerungssysteme zum Einsatz, die die Beleuchtung entsprechend der eingegebenen Zeit regeln sollen. So lässt sich der natürliche Sonnenlauf – Sonnenaufgang und Sonnenuntergang – simulieren, mit den sich entsprechend ändernden Lichtverhältnissen. Oftmals ist jedoch der Einsatz einer einfachen Zeitschaltuhr vollständig ausreichend. Bei der Haltung von Fischen ist nur ein Wechsel zwischen Tag und Nacht erforderlich. Die Beleuchtungsdauer bei Wasserpflanzen sollte von 8 bis 12 Stunden reichen, wobei eine Unterbrechung keinen Schaden mit sich bringt.

Zumeist erfolgt eine Anbringung der Beleuchtung an die Abdeckung des Aquariums. Es werden hohe Anforderungen an die Beleuchtung gestellt, da sie sowohl der Feuchtigkeit standhalten muss als auch vor Stromschlägen bewahren.

Für die Ästhetik und mit dem Ziel, nachtaktive Lebewesen besser beobachten zu können, werden verstärkt so genannte Moonlight-Beleuchtungen eingesetzt. Wird die Hauptbeleuchtung abgeschaltet, so erzeugen sie die Simulation eines schwachen blauen Mondlichtes. Um dies zu erreichen, werden LEDs oder auch kaltkathodenröhren verwendet, die lediglich über eine geringe Leistung verfügen. Zu beachten ist jedoch, dass die Wirkung des Mondlichtes umstritten ist. Selbstverständlich ist eine absolute Finsternis sehr unnatürlich und kann Stresserscheinungen herbeiführen, allerdings ist die Ruhephase der Fische bei zu hellem Mondlicht gefährdet. Bisher konnte jedoch auch ein gesteigertes Laichverhalten im Mondlicht beobachtet werden.

Fazit

In jedem Fall lohnt sich das Belesen bzw. die Beratung zur Beleuchtung eines Aquariums, denn die darin befindlichen Lebewesen sind auf diese angewiesen.

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