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Aquarium-Wissen | Das Experten- und Ratgeberportal rund um die Aquaristik

Aquarium Fische

Aquarium mini
@Pixabay.com / suutapsinhvat0 / CC0 Puplic Domain

Bei Aquarien handelt es sich um Gefäße aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff welche mit Wasser befüllt werden. Es gibt hier die unterschiedlichsten Formen von Aquarien. Der Aquarianer erschafft mit Hilfe von Pflanzen, Tieren und Bodengrund eine eigene Unterwasserwelt und hält diese durch Pflege am Leben.

Die Leidenschaft für die Aquaristik beginnt oft schon in den Kindertagen mit dem ersten kleinen Aquarium. Dieses faszinierende und abwechslungsreiche Hobby ist oft für Außenstehende nicht nachzuvollziehen. Aquarianer entdecken im Bezug auf Besatz und Bepflanzung immer wieder neue Herausforderungen und dies macht jedes Becken zu einem Unikat.

 

Geschichte des Aquariums

Die Historie des Aquariums geht bis in die Zeit der alten Ägypter und auch der Sumerer zurück. Diese versuchten schon früh Fische in kleinen Teichen aufzubewahren, um die Zeit bis zum Verzehr zu überbrücken. Jedoch wurden auch schon in dieser Zeit Fische als Zierde gehalten. In frühdynastischen Tempelgärten wurden schon rechteckige Wasserbassins zur Haltung von Fischen angelegt. Auch in kleinen privaten Gärten legten Ägypter großflächige Becken an um sich Fische halten zu können. Der Fisch galt damals als Tier mit göttlichen Fähigkeiten.

Etwa zur gleichen Zeit begann auch im alten China die Haltung von Fischen als Haustier. Hier begann man schon im Jahre 770 mit der Verbreitung von Schriften, die sich mit der Haltung von Fischen beschäftigt. Die Domestikation des Goldfisches begann nachweislich zur Zeit der Song Dynastie. Schon in den frühen Jahren des 16. Jahrhunderts begannen Chinesen damit, Goldfische in durchsichtigen Vasen zu halten und legten somit den Grundstein für das heutige Aquarium.

Das Aquarium hält Einzug in Europa

In Europa wurde die Haltung von Fischen erst im 17. Jahrhundert kultiviert. Als englische Seeleute von ihren Reisen aus China über die dortigen Fischzuchten berichteten, wurde auch hier begonnen, Fische in gläsernen Becken zu halten. Zunächst hielten britische Wissenschaftler verschiedene Fische um diese für ihre Wissenschaft zu erforschen. Auf der Weltausstellung in London im Jahr 1851 wurde den Besuchern dann erstmals öffentlich ein Aquarium vorgestellt. Dieses Aquarium wurde damals mithilfe eines gusseisernen Rahmens zusammen gehalten.

Der britische Forscher Phillip Henry Gosse erwähnte ein Jahr nach der Weltausstellung erstmalig den Begriff „Aquarium“, den er in seinem gefeierten Werk: „A Natuaralist`s Rambles on the Devonshire`s Coast“ verwendete. Auch sein Nachfolger „The Aquarium: an Unveiling of the Wonders of the Deep Sea“ sorgte dafür, dass das Aquarium an Beliebtheit gewann.

In Deutschland wurde nach der Veröffentlichung „Der Ozean auf dem Tisch“ des Pädagogen Emil Adolf Roßmäßler das Aquarium populär. In diesem und auch in seinen folgenden Artikeln beschrieb Roßmäßler die Haltung von Fischen in heimischen Aquarien. Jedoch fehlte es damals an weitreichenden Erkenntnissen, sodass den Fischen eine nicht allzu lange Lebenszeit beschert werden konnte.

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Moderne Aquaristik

In den letzten Jahren hat sich die Haltung von Fischen in Aquarien stark geändert. Durch die immer verbesserten technischen Gegebenheiten kann man heute das Lebensumfeld von Fischen so naturgetreu nachempfinden. Der Markt an Wasserfiltern, Heizungen und anderen Produkten, sowie der heutige Wissensstand über Fische macht die Aquaristik zu einem faszinierenden Hobby. Die Aquaristik ist seit den 1960er Jahren zu einem weitreichenden Hobby geworden, das immer mehr Anhänger findet.

 

Der Aufbau

Die meisten Aquarien bestehen aus Glas. Rahmenaquarien waren bis Ende der 60ziger Jahre die am weit verbreitetsten Becken. Es gab auch schon Vollglasaquarien aber nur bis ca. 20l. Mit der Entwicklung des Siliconklebers wurden die damaligen Rahmen überflüssig. Nun war es möglich Aquarien in den verschiedensten Formen zu bauen so wie sie heute bekannt sind.

 

Die Größe

Mit 4,5 Litern ist es das wohl kleinste Aquarium welches man kaufen kann. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Nano-Aquarium. Nano-Aquarien werden typischerweise alle Becken bis zu einem Fassungsvermögen von 54l bezeichnet. Jedoch sind Nano-Aquarien erst ab einer Größe von 30l für Fische geeignet (das Aquarium muss dem Fisch angepasst werden!). In den meisten Nano-Becken werden Garnelen gehalten oder andere Kleintiere.

 

Der Topseller unter den Becken ist wohl das 60 x 30 x 30 cm welches ca. 54l fasst. Werden in diesem Becken Fische gehalten ist auch darauf zu achten welche Fischart sich dafür eignet.  

Die Pflanzen im Aquarium

Aquarium Pflanzen @Pixabay.com / MabelAmber / CC0 Puplic Domain

Aquarium Pflanzen
@Pixabay.com / MabelAmber / CC0 Puplic Domain

Pflanzen im Aquarium haben nicht nur einen optischen Effekt sondern sie sorgen auch für eine gute Wasserqualität. Eine große Auswahl an Pflanzen macht es nicht leicht die passenden Pflanzen für das eigene Becken zu finden.Natürlich sollte für eine gute Mischung von Vordergundpflanzen, Schwimmpflanzen, verschiedener Moosarten und Hintergrundpflanzen gesorgt werden.

Vordergrundpflanzen

Vordergrundpflanzen fungieren als optisches Highlight im Aquarium und bleiben eher klein. Ziel ist es hier den Blick in die “Tiefe” nicht zu versperren.

Schwimmpflanzen

Schwimmpflanzen eignen sich hervorragend um eine natürliche Optik zu erhalten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn es sollte vermieden werden zu viele Schwimmpflanzen in einem Aquarium einzusetzen um den anderen Pflanze nicht das Licht zu nehmen.  

Verschiedene Moosarten

Auch das Moos erfreut sich immer größerer Beliebtheit, dies ist vor allem der Haltung von Garnelen zuzuschreiben.

Hintergrundpflanzen

Hintergrundpflanzen zeichnen sich durch einen üppigen Wuchs aus und werden gerne eingesetzt um der Rückwand des Beckens effektvoll in Szene zu setzen.

Algen

Auch wenn Algen nicht gern im Aquarium zu sehen sind handelt es sich bei ihnen um Pflanzen. Sollten sich die Algen häufen, so ist dies ein Alarmsignal welches ernst genommen werden sollte.

 

Technik im Aquarium

Auch die Aquaristik kommt nicht an der Technik vorbei und der Aquarianer sollte ein gewisses Grundinteresse daran haben. Der Fachhandel für Aquaristik bietet hier eine breite Palette an technischen Hilfsmitteln an.   Große Rolle spielt hier natürlich die Filtertechnik.   Klassische Filter sind:

  • Innenfilter
  • Außenfilter
  • Mattenfilter

 

Diese Filter sind zwar unterschiedlich aufgebaut haben jedoch auch Gemeinsamkeiten. Zum einen filtern sie das Wasser und zum Anderen bieten sie Bakterien gute Ansiedlungsflächen.

Aquarium Fische Süsswasser

Süßwasser Fische
@Pixabay.com / Irina-3 / CC0 Public Domain

Fischarten

Oft im Aquarium anzutreffen sind Guppy’s, Platy’s, Welse, Diskusfische, Neons und Buntbarsche, um nur einige zu nennen.  Hier ist der Aquarianer gefragt, denn nicht alle Fischarten sind miteinandern zu vergesellschaften. Jede Fischart hat andere Bedürfnisse und um den Arten gerecht zu werden sollte genau ausgewählt werden welche Fische vergesellschaftet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anzahl der Fische im Aquarium, es ist darauf zu achten, dass der Besatz auch zum Becken passt. Sind zu viele Fische im Becken fallen sehr viele Schadstoffe an, dies wiederum lässt die Wasserqualität sinken und besteht Gefahr für den ganzen Besatz und die Pflanzen.

Wirbellose Tiere im Aquarium

In den letzten Jahren zeichnete sich ein regelrechter Trend hin zu den wirbellosen. Zwar spielen Fische noch immer eine Rolle jedoch setzen viele Aquarianer teilweise komplett auf Aquarien ohne Fische.

Garnelen

Aquarium Garnelen

Garnelen in der Aquaristik
@Pixabay.com / basuka / CC0 Public Domain

Garnelen die Heinzelmännchen im Aquarium. Diese kleinen und sehr fleißigen Tierchen verbringen die meiste Zeit damit alles sauber zu halten. In den meisten Fällen entscheiden sich die Aquarianer für eine Art um Kreuzungen zu vermeiden. Garnelen vermehren sich relativ schnell und dies ohne besondere Kenntnisse, somit steht einer Hobbyzucht nichts im Wege.   

Krebse

Für viele haben Krebse einen besonderen Reiz. Eine Vergesellschaftung mit Garnelen sollte jedoch vermieden werden, da Krebse deutlich wehrhafter sind. Die Aquariumeinrichtung sollte auch an das Verhalten der Krebse angepasst werden.

Schnecken

Aquarium Schnecke

Schnecken – geliebt und gehasst
@Pixabay.com / superkoala / CC0 Public Domain

Schnecken haben ja für gewöhnlich keinen guten Ruf, zumindest wenn es sich um den Garten handelt. Im Aquarium sieht das allerdings anders aus, denn hier können sie durchaus nützlich und auch dekorativ sein. Selbstverständlich können Schnecken auch zur Plage werden, ist jedoch die Populationdichte angemessen, fungieren sie als Resteverwerter und kümmern sich um das biologische Gleichgewicht. Schnecken haben ein friedfertiges Gemüt und lassen sich gut mit Garnelen aber auch mit Fischen vergesellschaften.

Krabben

Selbst Krabben haben die Aquarien erobert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Krabben unterscheiden sich von den Krebsen in anatomischer Art. Krabben sind Zehnfußkrebse und sind somit der Klasse “Höhere Krebse” zugeordnet.

Regelmäßige Arbeiten

Ein Aquarium ist nur schön anzusehen, wenn es gut gepflegt wird. Auch die Bewohner profitieren von regelmäßiger Pflege. So sollten Wasserwechsel und das Absaugen von Mulm, der sich am Grund sammelt, öfter erledigt werden. Jedoch sollte man es nicht übertreiben, da zu viel Aufwand auch das Gleichgewicht des Aquariums aus dem Lot bringen kann. Das hätte zur Folge, dass wichtige Bakterien zur Aufrechterhaltung des biologischen Systems vernichtet werden. In diesem Fall kann das für alle Aquarienbewohner und Pflanzen schnell zur Gefahr werden. Aquarianer sollten sich von Beginn an langsam an die richtige Pflege ihres Aquariums herantasten. So ist es wichtig Wassertests durchzuführen um bestimmte Richtwerte zu erreichen. Es sollte also keine “Überpflegung” stattfinden, aber für ein funktionierendes Aquarium reicht es nicht es sich selbst zu überlassen.